Das Kirchenschiff der Kirche St. Nicolai bekommt einen neuen Innenputz. Deshalb ist das Innere der Kirche für einige Wochen mit einem Gerüst und Planen verkleidet. Die Sanierungskosten hierfür belaufen sich auf 127 000 Euro.

Oschersleben. Mitten in der Stadt steht das Wahrzeichen von Oschersleben : Die Marktkirche St. Nicolai. Dort, wo sonst die Kirchenbänke stehen, sind derzeit der Boden und der Innenraum der Kirche mit Planen und einem Gerüst versehen. Vor drei Jahren wurde bereits der Innenputz des Altarraums und das Querschiff erneuert. Für eine Komplettsanierung des Innenputzes reichte das Geld jedoch nicht aus. Doch nun stehen weitere 127 000 Euro zur Verfügung. 57 000 Euro davon hat der Förderverein " Kirche St. Nicolai " in Form von Spenden besorgt. Die restlichen 70 000 Euro stammen von der Kirchengemeinde Oschersleben und vom Kirchenkreis Mitteldeutschland.

Kirche wird durch die

Arbeiten einladender

Seit Mitte Mai bekommt nun auch das Kirchenschiff ein neues Aussehen. Kalk sorgt dafür, dass die Kirche wieder heller und damit viel einladender wird. Die Renovierungsarbeiten sollen bis Ende Juli fertiggestellt sein. Bis dahin muss der sonntägliche Gottesdienst ins Gemeindehaus an der Puschkinstraße verlegt werden.

" Spätestens am 9. August, wenn wieder eines der jährlichen Konzerte stattf ndet, müssen die Arbeiten aber beendet sein ", so Gemeindepfarrer Friedrich von Biela. Ob der Einweihungsgottesdienst im Rahmen dieses Konzertes stattfndet, ist noch unklar. Klar ist jedoch, dass " diese Sanierung die Kirche in neuem Glanz erstrahlen lässt ", so von Biela.

Der lange Weg zur

Rettung der Kirche

Die Marktkirche, die seit Jahren Stück für Stück saniert wird, wäre in den Siebzigern schon beinahe aufgrund ihres schlechten Zustandes aufgegeben worden. Ein Großteil des Inventars wurde damals weggegeben. Anfang der 80 er Jahre wurde aufgrund eines Bürgermeisterwechels zwar das Dach saniert, allerdings nur notdürftig. Mitte der 90 er Jahre sind die Türme restauriert und weitere Sanierungsarbeiten vorgenommen worden.

1998 hat sich der Förderverein gegründet und gemeinsam mit der Kirchengemeinde die weitere Instandsetzung des Gotteshauses in Angriff genommen. So ist beispielsweise 2004 der Dachstuhl erneuert und sind nun die Innenarbeiten fortgesetzt worden. Insgesamt wurden dafür bereits 438 000 Euro ausgegeben. Weitere Arbeiten sind geplant.