Am Medigreif-B ördekrankenhaus Neindorf arbeiten neben deutschen Ärzten auch zunehmend ausländische Mediziner. In einer Serie lassen Volksstimme und Krankenhaus sich die Ärzte sehr persönlich vorstellen. Heute : Dr. Zhasmina Miletieva Popova, Kinderärztin.

" Guten Tag ! Mein Name ist Dr. Zhasmina Miletieva Popova. Ich bin Kinderärztin und komme aus Bulgarien. Seit August 2008 arbeite ich als Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin im Medigreif Bördekrankenhaus Neindorf.

Meine Heimatstadt heißt Montana, wie der gleichnamige Bundesstaat in den USA. Sie liegt im Nordwesten Bulgariens. Mit den USA oder auch mit Hannah Montana, die viele größere Mädchen, die zu uns in die Klinik kommen, vielleicht vom Fernsehen oder vom Film her kennen, hat der Name aber nichts zu tun. Er geht vielmehr auf 2000-jährige römische Wurzeln zurück und spielt auf die nahen Berge an. Bevor meine Heimatstadt 1993 den Namen Montana annahm, nannte sie sich Michailovgrad.

Die Menschen hier in Ostdeutschland kennen sie vielleicht eher unter diesem Namen. Hier habe ich bereits meine Schulzeit verbracht und hatte am deutschsprachigen Gymnasium auch meine ersten Kontakte mit Deutschland und der deutschen Sprache. Das Interesse für Deutschland hat ebenso wie die Kindermedizin mein gesamtes weiteres Leben geprägt.

Das Studium der Humanmedizin habe ich in den Jahren 1980 bis 1986 an der Sof - oter Universität absolviert. Nach dessen Abschluss bin ich wieder zurück in meine Heimatstadt gegangen und habe dort bis 1999 am Krankenhaus und in der Poliklinik als Kinderärztin gearbeitet. Von 1999 bis 2008 leitete ich dann in Montana eine Abteilung in einem Kinderheim und betrieb zugleich eine Facharztpraxis für Kinder- und Jugendmedizin. Meine Prüfung als Facharzt für Kinderkrankheiten habe ich 1993 absolviert.

Des Weiteren habe ich eine Vielzahl von Weiterbildungskursen zu speziellen Diagnoseverfahren und Therapien der Kinder- und Jugendmedizin abgeschlossen. Als ich vom Angebot des Medigreif Bördekrankenhauses in Neindorf hörte, als Kinderärztin hier zu arbeiten, habe ich mich sofort entschlossen, diesen Job anzunehmen und es bisher nicht bereut.

Sicher, es ist nicht einfach, die Familie nur alle paar Wochen beim Heimaturlaub zu sehen. Doch meine beiden Kinder, die bereits erwachsen sind, und mein Mann haben großes Verständnis für meine beruf iche Entwicklung. "