Andrea Drebenstedt hat als neue Brandschutzerzieherin für die Verwaltungsgemeinschaft " Börde " Wanzleben zu Monatsbeginn ihre Arbeit aufgenommen. Im Rahmen einer Anstellung auf " Mini-Job-Basis " wird sie in die Kindertagesstätten und Grundschulen gehen. Dort soll sie vor allem Aufklärungsarbeit für den kindgerechten vorbeugenden Brandschutz leisten und als Bindeglied zu den Jugendfeuerwehren agieren.

Hohendodeleben. Die neue Brandschutzerzieherin für die Verwaltungsgemeinschaft " Börde " Wanzleben Andrea Drebenstedt hat ihre Arbeit aufgenommen. Die 45-Jährige besuchte an ihrem ersten Arbeitstag gemeinsam mit den ältesten Kindern der Kita Hohendodeleben die Wache der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr. Auf spielerische Art und Weise sollen die Kinder an den vorbeugenden Brandschutz und die Arbeit der Feuerwehr herangeführt werden.

Reichlich Erfahrung in der Jugendarbeit

Die Hohendodeleber Löschmeisterin ist seit 1982 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und kennt sich in der Arbeit mit dem Nachwuchs sehr gut aus. Schließlich hat sie die seit 1993 bestehende Kindergruppe der Feuerwehr mit aufgebaut. Die sehr gute Jugendarbeit in der Hohendodeleber Wehr wird der 45-Jährigen immer wieder auch von Kollegen umliegender Wehren bescheinigt.

Für den ersten Einsatz in der Hohendodeleber Kita hatte Andrea Drebenstedt mit fünf weiteren Kameraden eine kleine " Kinder-Löschstrecke " aufgebaut. Die Kinder konnten hier Geschicklichkeitsübungen mit dem Schlauch vornehmen und mit Wasser auf Zielscheiben spritzen.

Seit 1. Juni läuft nun offiziell ein Jahr lang ihr sogenannter " Mini-Job " für die große Aufgabe " Feuerwehr-Nachwuchsgewinnung " in den Grundschulen und Kindergärten. " Mein Ziel ist es jetzt, in den Grundschulen der Verwaltungsgemeinschaft, Brandschutz ‘ -Arbeitsgemeinschaften zu gründen. "

In der Hohendodeleber Grundschule gebe es eine solche Arbeitsgemeinschaft bereits. 11 Kinder beteiligen sich dort an dem außerunterrichtlichen Angebot. " Das funktioniert schon sehr gut ", sagt Andrea Drebenstedt. Außerdem wolle sie als Bindeglied zwischen den Schulen und den Freiwilligen Feuerwehren das Interesse für die Kinder- bzw. Jugendwehren der Verwaltungsgemeinschaft wecken. " Dazu benötige ich natürlich auch die Hilfe und Unterstützung der Wehren ", meint sie.

Hoffnungen auf einen langfristigen Einsatz

Die 45-Jährige soll nun die neue " Brandschutzerzieher " - Stelle mit Leben erfüllen, um die die Freiwilligen Feuerwehren bereits seit längerer Zeit gekämpft haben.

Seehausens Bürgermeister Eckhard Jockisch hatte Anfang des Jahres bei der Jahreshauptversammlung der Seehäuser Wehr zu den akuten Nachwuchsproblemen gesagt : " Es ist sehr wichtig, dass die Kinder so früh wie möglich an das Thema Feuerwehr herangeführt werden. " Er meinte damals, dass er lieber heute als morgen einen Brandschutzerzieher in der Verwaltungsgemeinschaft einstellen würde, notfalls vorerst auch auf Basis eines Mini-Jobs. Kurze Zeit später wurde auf einer Versammlung der Bürgermeister das Thema angesprochen und stieß auf breite Zustimmung. Zwar ist der " Mini-Job " zunächst für ein Jahr befristet, die Hoffnungen sind aber nicht nur bei der gelernten Bauzeichnerin Andrea Drebenstedt groß, dass der Einsatz in den Schulen längerfristig ist und vor allem irgendwann zum hauptamtlichen Vollzeitjob wird. Denn eines steht schon jetzt fest : Das Aufgabenfeld ist wesentlich größer, als es ein Mini-Job abdecken könnte.