Nach dem Großbrand in der Nacht zum Sonnabend, bei dem ein Tischlereibetrieb in Bottmersdorf komplett niederbrannte und ein Schaden von rund zwei Millionen Euro entstand, bleibt die Frage nach der Zukunft des Familienunternehmens offen. Gestern hatten zunächst die Gutachter des Landeskriminalamtes auf dem Gelände ihre Arbeit aufgenommen. Über einen Wiederaufbau der Werkstatt wird vermutlich erst Ende der Woche entschieden.

Bottmersdorf. Angelika Tüfer und ihr Mann Manfred stehen noch immer unter dem Eindruck der verherenden Brandbilder. Das Familienunternehmen, die Bau- und Möbeltischlerei MaTü GmbH liegt in Schutt und Asche. Die Flammen haben die gesamte Werkstatt samt Maschinenpark bis auf die Grundmauern zerstört. Die 16 Mitarbeiter stehen vorerst ohne Arbeit da. Wie es weiter geht, ist weiterhin noch ungewiss. " Wir können uns dazu noch nicht äußern. Es ist für uns eine schwierige Zeit. Bitte haben Sie dafür Verständnis ", erklärt Angelika Tüfer gestern auf Volksstimme-Nachfrage. Natürlich wolle man den Betrieb so schnell wie möglich wieder aufbauen, dass hätten alle auch im Hinterkopf. Viele wichtige Fragen für eine solche Entscheidung müssen noch beantwortet werden, sagte Angelika Tüfer. Sie hoffe, möglicherweise Ende der Woche mehr sagen zu können.

Die Sachverständigen der Brandermittlung beim Landeskriminalamt müssen in den nächsten Tagen ihren Bericht schreiben, auf den sich die weiteren Ermittlungen berufen. Auch die Entscheidung der Versicherung steht vermutlich noch aus. Die Polizei geht anhand der Spurenlage von Brandstiftung aus ( Volksstimme berichtete ). Näheres könne aber noch nicht gesagt werden, erklärte gestern Polizeisprecher Thomas Kriebitzsch.

Bei dem Großfeuer in der Nacht zum Sonnabend war ein Schaden von rund zwei Millionen Euro entstanden. 41 Einsatzkräfte von drei Feuerwehren konnten wenigstens das Übergreifen der Flammen auf die Nachbargebäude und -tankstelle verhindern und so eine noch größere Katastrophe verhindern.

Das Familienunternehmen MaTü GmbH gehört mit den 16 Mitarbeitern zu einem der größten Arbeitgeber in der Ortschaft. Erst kürzlich hatte das Unternehmen mit einer Erweiterung der Werkstatt weitere Investitionen getätigt. Laut der eigenen Internetseite des Tischlereibetriebes konnten in der größeren Werkhalle sogar 50 Fenster am Tag produziert werden. Der Betrieb besteht seit 1795 und wird heute in siebenter Generation von Manfred Tüfer geleitet. Zum Tage