Volksstimme-Leserin Kathrin Schmidt aus Wanzleben staunte am vergangenen Freitag nicht schlecht, als sie plötzlich gegen 18. 30 Uhr vor verschlossenen Türen des Wanzleber Spaßbades stand, obwohl dieses laut Aushang bis 20 Uhr geöffnet hätte sein müssen. Die Temperaturen lagen bei 19 Grad und die Frau wollte für eine Stunde Schwimmen gehen. Sabrina Krug fragte dazu bei Geschäftsführer der Stadtwerke Wanzleben Hans-Walter Franke nach.

Volksstimme : Warum wurde das Freibad am Freitag verfrüht geschlossen ?

Hans-Walter Franke : Das wurde von den Mitarbeitern kurzfristig so entschieden. Diese sind so instruiert, dass bei schlechtem Wetter und Regen eine vorzeitige Schließung ab zirka 17 Uhr möglich ist. Das heißt, es kommt auf die Situation an. Wenn sich im Bad niemand mehr befindet und das Wetter lädt nicht zum Schwimmen ein, können die Mitarbeiter früher schließen. Dafür haben wir ja auch die Möglichkeit bei schönem Sommerwetter das Bad länger zu öffnen.

Volksstimme : Wird das in anderen Freibädern auch so gehandhabt ?

Hans-Walter Franke : Das ist von Freibad zu Freibad unterschiedlich. Wir in Wanzleben haben uns dafür entschieden, früher zu schließen, wenn es drei Viertel des Tages geregnet hat.

Volksstimme : Verprellen Sie damit nicht die Badegäste ?

Hans-Walter Franke : Das glaube ich nicht. Wir bemühen uns trotz des durchwachsenen Saisonstarts eine Menge auf die Beine zu stellen. Zum Beispiel haben wir für den 26. Juni ein großes Neptunfest geplant. Weitere Veranstaltungen werden wir noch rechtzeitig bekannt geben.