Die neue Rutsche soll nun doch erst wegen Lieferschwierigkeiten in 14 Tagen aufgebaut werden. Doch die Gäste des 7. Schwimmbadfestes ließen sich weder von dieser Nachricht, noch von dem schlechten Wetter vom Baden, Springen, Feiern und Tanzen abhalten. Die Mitarbeiter der Sportjugend Börde und Magdeburg sorgten für unterhaltsame Wasserspiele. Bei einem Kuchenbasar wurde zudem auch weiter für den Erhalt des Schwimmbades gesammelt.

Klein Wanzleben. Beim 7. Schwimmbadfest in Klein Wanzleben ließen sich die rund 300 Besucher weder vom bewölkten Himmel noch von der Tatsache der immer noch fehlenden Rutsche abhalten, der Einladung des Kulturvereins ins kühle Nass zu folgen. Die Sportjugend Börde hatte unter anderem eine Hüpfburg aufgebaut und die Magdeburger Sportjugend große Wasserspielgeräte mitgebracht. Für die Abendveranstaltung mit DJ Mr. Mitch hatte der Kulturverein des Zuckerdorfes vorsorglich das große Partyzelt der Gemeinde aufgestellt. Petrus gab zumindest am Nachmittag ein Trostpflaster : So waren die Wasser- und Lufttemperaturen mit zirka 20 Grad Celsius annehmbar. Es fehlte eigentlich nur die Sonne. Aber auch die neue Wasserrutsche, die nach Angaben von Kulturvereinschef Udo Beyer noch nicht geliefert werden konnte. Die Vorbereitungen für den Aufbau seien schon längst abgeschlossen. Jetzt fehle nur noch das Gerät. Die Gemeinde hatte die rund 15 000 Euro teure und etwa acht Meter lange Rutsche erst Ende April bestellt. Mitarbeiter der Gemeinde setzten hierfür im Frühjahr das Fundament. Nun soll das Spielgerät erst in 14 Tagen geliefert werden. Die Rettungsschwimmer hoffen derweil nicht nur im Zuckerdorf auf sommerliche Temperaturen. Denn die Badesaison sah bisher mehr als mies aus. Dabei benötigt das Klein Wanzleber Freibad die Einnahmen dringend, um den Aufwand der Kosten abzudecken. " Hier engagieren sich aber die Klein Wanzleber sehr ", erklärte kürzlich Bürgermeister Horst Flügel. Für den Erhalt des Freibades konnten in den vergangenen drei Jahren Spendengelder in Höhe von rund 16 000 Euro gesammelt werden, bilanzierte der Ortschef. Und auch sonst sollte weiter gespendet werden, forderte er die Bewohner auf. Das nahmen zum Beispiel auch die Mitglieder der Gymnastikgruppe III der SG Empor Klein Wanzleben zum Anlass und luden zu einem Kuchenbasar ein. Mit dabei waren Stefanie Tetzel, Kerstin Thurau, Beate Bauer, Andrea Krüger und Andrea Bachmann.

Durch die zusätzlichen Hilfen konnten die Eintrittsgelder, wie sie auch aus den letzten Jahren bekannt waren, so weiter bestehen bleiben. Erwachsene zahlen demnach zwei Euro und Kinder einen Euro Eintritt. Preiswerter ist der Kauf einer Zehnerkarte. Diese kostet 17 Euro. Der Nutzer spart damit drei Euro. Auch an die Familien hat man gedacht. So bezahlt ein Erwachsener plus Kind für eine Zehner-Karte 22 Euro und somit als Erwachsener nur knapp die Hälfte des eigentlichen Eintritts. Und auch für werktätige erwachsene Freibadfans gibt es eine finanzielle Erleichterung ab 18 Uhr. Dann kostet der Eintrittspreis nämlich nur noch einen Euro.

Beim Schwimmbadfest war der Eintritt für Kinder bis 14 Jahren sogar kostenlos. " Somit hatten wir rund 250 zahlende Gäste ", erzählt Udo Beyer.