Die Sanierung der Kreismusikschule Oschersleben ist seit langer Zeit fällig. Denn die Einrichtung entspricht nicht mehr den Standards. Davon hat sich jetzt der Kultur- und Sozialausschuss des Kreistages vor Ort überzeugt und einer 770 000 Euro teuren Instandsetzung zugestimmt.

Oschersleben. " Es wäre doch schlimm, wenn wir nur reden würden ", sagte der Oschersleber Musikschulleiter Hartmut Sievert zu Beginn der Beratung. Und so spielte prompt Musikschüler Marius Beier ( 12 ) zur Au ockerung ein Präludium auf dem Akkordeon. Nach dieser Demonstration wussten alle der neun anwesenden Mitglieder des Kreistag-Ausschusses für Kultur und Soziales sowie Mitarbeiter der Verwaltung, welche musikalischen Leistungen hier geboten werden, und dass es sich lohnen würde, in die Einrichtung zu investieren.

Kulturamt-Sachgebietsleiter Andreas Baumeister erklärte, dass die Verwaltung für die Instandsetzung der Maßnahmen zur Energieeinsparung der Kreismusikschule 770 000 Euro einkalkuliert habe. Dies würde ein Wärmedämmverbundsystem zur zusätzlichen Isolierung der Außenwände, eine Erneuerung der Sanitär- und Elektroanlagen, der Heizung, der Brandschutzmaßnahmen und einen Schallschutz beinhalten. Die Finanzierung würde zu 87, 5 Prozent mit Fördermitteln des Bundes und des Landes erfolgen und zu 12, 5 Prozent aus der Rücklage des Landkreises.

Der Kultur- und Sozialausschuss war nun gefragt, diesen Sanierungsplänen zuzustimmen oder sie abzulehnen und dem Kreistag eine entsprechende Beschlussempfehlung zu geben.

Doch vor dieser Abstimmung haben sich die Kreispolitiker die Musikschule vom Dachboden bis zum Keller angeschaut. Der Zustand des ehemaligen Wohnhauses wurde von allen Mitgliedern des Ausschusses als " bedenklich " eingeschätzt. So bestand kein Zweifel, dass die Beschlussvorlage ein einstimmiges Votum erhielt. Baumeister stellte abschließend fest : " Diese Maßnahmen haben wir in den zurückliegenden 20 Jahren nicht realisieren können und könnten es ohne das Konjunkturpaket II auch die nächsten 20 Jahre nicht. " Sollte auch der Kreistag zustimmen, würden die Arbeiten im nächsten Jahr realisiert werden.