Mainz / Wanzleben ( skr ). Die Wanzleber Bördetiger haben gestern beim Bundesländerduell vor einem Millionenpublikum in der Live-Sendung des ZDF-Fernsehgartens Sachsen-Anhalt würdig vertreten. Die Judokas holten sich die Silbermedaille. Zunächst hatte das Team um Trainer Mike Schrake souverän die erste Ausscheidungsrunde überstanden und sich fürs Halbfinale qualifiziert. Bei der Disziplin " Bergen von Zwergen " fiel dann allerdings die Entscheidung auf der Zielgeraden mit den acht Halbfinal-Mannschaften im Swimmingpool so knapp aus, dass Sachsen-Anhalt neben Schleswig-Holstein gemeinsam auf dem dritten Platz landeten. Allerdings nur, weil Zuschauer anriefen und das Team Schleswig-Holstein vor Sachsen-Anhalt unter den ersten gesehen haben. " Da es nur drei Mannschaften ins Finale schaffen können, muss es ein Stechen geben ", kündigte Moderatorin Andrea Kiewel an und fügte hinzu, dass die Zuschauer nun auch nicht mehr anrufen müssen. Kiewel ging damit auf das Durcheinander bei der Auswertung des Halbfinales ein. Denn nicht einmal der Schiedsrichter konnte sagen, wer bei dem Pool-Spiel als erstes seine drei Zwerge ans trockene Ufer gebracht hatte.

Somit musste die Sachsen-Anhalt-Mannschaft gegen das Team aus Schleswig-Holstein für die Finalrunde zum Stechen antreten. Dabei mussten die Teams die Schätzfrage beantworten " Wieviel Liter Bier die Deutschen insgesamt pro Jahr trinken ?". Die Wanzleber lagen mit ihrer Schätzung von rund 180 Millionen Liter näher an der richtigen Antwort als die Konkurrenz und zogen somit gemeinsam mit den Teams aus Bremen und Brandenburg ins Finale ein. Hier holten die Sachsen-Anhalter beim Deutschland-Quiz fünf Punkte und verfehlten so nur knapp den Sieg sowie den 2000-Euro-Gewinn für die Vereinskasse. Denn nur mit einem Punkt mehr auf dem Team-Konto holten sich den Sieg die Spieler aus Bremen. Sie hatten sechs Sehenswürdigkeiten auf der Deutschlandkarte erkannt. Brandenburg wurde mit drei Punkten dritter.

Bördetiger-Trainer Mike Schrake dankte ausdrücklich seiner Mannschaft. An seiner Seite hatten Magdalena Brehm, Lisa-Maria Hahn, Peter Wiese, Nancy Huß und Martin Glauer gekämpft. " Die Teilnahme beim Bundesländerduell im Mainzer Fernsehgarten war für uns eine tolle Erfahrung. Mit unserem zweiten Platz sind wir zufrieden ", teilte gestern BSV-Vorstandsmitglied Peter Grill telefonisch nach der Sendung der Volksstimme mit. " Beim Stechen lagen bei uns allerdings dann die Nerven blank. Das war für uns spannender als jeder Krimi ", erzählt Grill. Bei dem Bundesländerduell waren insgesamt 16 Mannschaften in drei Spielrunden im K.O.-Verfahren mit jeweils sechs Teilnehmern gegeneinander angetreten.