Domersleben. Das Handwerk und das Ortsgeschehen standen beim Landwirtschaft-, Handwerker- und Gewerbefrühschoppen am Sonntag in Domersleben im Mittelpunkt. Eingeladen hatte traditionell der CDU-Ortsverband, als Veranstaltungsort bot sich die Ausstellungshalle des Unternehmens Rollladen-Schulze an.

Mit am Tisch saß hier auch die Domersleberin Marianne Lehn. Sie ist seit einigen Wochen Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Magdeburg und referierte so über den Stand des Handwerks derzeit. Die Handwerkskonjunktur habe sich, wie sie sagte, zwar eingedrückt, sei aber weitestgehend stabil. Größtenteils seien die Auftragsbücher noch voll und die Beschäftigungszahlen noch stabil. Bei vielen Betrieben in der Kfz-Branche hätte die Abwrackprämie zum Aufschwung beigetragen. Die Handwerkskammer appelliere jetzt allerdings dafür, dass das Konjukturpaket 2 schneller umgesetzt werde. " Ich bin skeptisch, ob das, was man sich vorgenommen hat, in diesem Jahr noch umsetzbar ist ", so Lehn, die aber unterstrich, dass es für die Handwerker nur von Nutzen sei, wenn es umgesetzt werde.

Auf das Konjunkturpaket ging auch Domerslebens Bürgermeister Bernd Meyer ein, und zwar konkret darauf, wie Domersleben davon prof tieren könnte. " Etwa eine halbe Million Euro sind uns aus beiden Paketen in Aussicht gestellt ", erklärte er. Davon sollen 260 000 Euro in der Gartenstraße verbaut, 80 000 Euro für den Kindergarten und die Schule verwendet werden, 30 000 Euro für die Turnhalle. Ein Teil soll außerdem in das Bodenordnungsverfahren investiert werden. Die Förderung müsse aber mit einem Teil von Eigenmittel kof nanziert werden und das müsse erst noch geklärt werden. Denn zum einen dürften keine Projekte gefördert werden, die im Haushalt bereits eingeplant sind, zum anderen habe Domersleben aber einen ausgeglichenen Haushalt.

Ein hilfreiches Instrumentarium, das den Gewerbetreibenden im Ort – ob mit oder ohne Konjunkturpaket – helfen könnte, präsentierte der Bürgermeister mit Hilfe der modernen Technik. Auf der Internetseite der Gemeinde Domersleben befndet sich jetzt nämlich ein Button " Ausschreibungen ". Bei einem Klick darauf können die Gewerbetreibenden sich über landesweite Ausschreibungen, nach Branchen sortiert, informieren, ohne großen Aufwand zu haben. Ernst Isensee, CDUStadtrat aus Wanzleben, war davon so begeistert, dass er ankündigte, diese Idee auch im Stadtrat von Wanzleben vorzustellen.