Oschersleben. Der Fuhrpark der Oschersleber Stadtfeuerwehr hat sich weiter verbessert. Mit der Indienststellung eines neuen Einsatzleitfahrzeugs verfügt die Feuerwehr seit Sonnabend über ein Fahrzeug auf Volkswagenbasis, das alle Erfordernisse der modernen Kommunikation erfüllt.

Wie Technikwart Falk Zönnchen erklärte, hat das Auto einen Computer und eine Telefonanlage an Bord, die die Besatzug mit der Leitstelle, den eigenen Kameraden in den anderen Fahrzeugen oder der Außenwelt per Funk oder Telefon kommunizieren lässt. Bei größeren Bränden oder Unfällen wird das Auto zur rollenden Einsatzzentrale. Neben dem Fahrer ist mindestens ein Feuerwehrmann höheren Rangs nötig, der die Kommandoaufgaben erfüllt.

Stolze 100 000 Euro hat sich die Stadt Oschersleben die Anschaffung des Einsatzleitwagens kosten lassen. " Wir als Feuerwehr sind den Stadträten dankbar, dass sie den Kauf ermöglicht und das Geld im Haushalt eingestellt haben ", bedankte sich Stadtwehrleiter Günther Matthias jun. bei den Abgeordneten. Wie schwierig das angesichts des knappen Geld gewesen sei, kann Matthias jun. hautnah nachvollziehen. Er sitzt für die SPD im Rat.

" Irgend jemand muss etwas gegen Oschersleben haben ", ärgerte sich Bürgermeister Dieter Klenke darüber, dass für den Kauf des Feuerwehrwagens keine Fördermittel des Landes fossen. Dabei sei der Einsatzleitwagen kein Luxus, den sich Oschersleben leistet, sondern ein Muss der Ausstattungsverordnung für Schwerpunktfeuerwehren wie die Bodestadtwehr eine ist.

Bislang hatte Stadtwehrleiter Matthias jun. einen in die Jahre gekommenen Mercedes-Bus als Einsatzleitfahrzeug, der ihm gleichzeitig als Dienstfahrzeug für das Baubetriebsamt Oschersleben diente. Dieses Auto wird umgebaut und wird der Jugendfeuerwehr als Transportmittel zur Verfügung gestellt. Matthias jun. bekommt einen anderen Dienstwagen. Ohne Blaulicht.