18 Gemeinden aus dem Landkreis Börde nehmen in diesem Jahr am Wettbewerb " Unser Dorf hat Zukunft " teil. Der alte Bördekreis ist nur mit Hornhausen und Domersleben vertreten. Gestern hat sich die Kreis-Bewertungskommission in diesen beiden Orten umgesehen.

Hornhausen / Domersleben.

Hornhausen hat 1 600 Einwohner, 14 Vereine, 50 Gewerbeunternehmen, 42 Straßen, zwei Kindertagesstätten, zwei Schulen und diverse Versorgungseinrichtungen wie beispielswese eine Sparkassenfiliale, zwei Arztpraxen und einen Supermarkt. Urkundlich erwähnt wurde Hornhausen im Jahr 1 072 zum ersten Mal, war einst als Heilbad weithin bekannt und ist der Fundort des Reitersteins, den inzwischen das Kreiswappen ziert.

Das - und noch viel viel mehr über Hornhausen früher, heute und in Zukunft - haben gestern die Mitglieder einer Kreis-Bewertungskommissionen erfahren, die seit Montag zweigeteilt in den 18 Teilnehmer-Gemeinden des Wettbewerbs " Unser Dorf hat Zukunft " unterwegs ist.

Und gestern war diese eine Kommission nun unter anderem in Hornhausen zu Gast, wo sie von Bürgermeister Lothar Lortz, Mitgliedern des Gemeinderates und Vertretern der Einrichtungen und Vereine empfangen wurde. Die Gastgeber haben die Kommissionsmitglieder zunächst mit reichlich Papier versorgt, auf denen eine ganze Menge über die ältere und jüngere Geschichte des Ortes zu lesen war, um ihnen dann noch einiges aus dem Dorf eben und über die Zukunftspläne zu erzählen sowie Fragen zu beantworten. Schließlich fasste Lortz alles mit dem Satz " Unser Dorf hat Zukunft " zusammen und lud zu einen Dorfrundgang ein.

Dass Lortz den Besuch zuerst zur Kirche führte, war nicht von ungefähr. Immerhin wird dort am Sonnabend unter Regie des vor zwei Jahren gegründeten Kirchturmfördervereins eine große Sonderausstellung über die Geschichte des Hornhäuser Reitersteins feierlich eröffnet.

Nachdem Lothar Lortz den Besuchern gemeinsam mit seinen Mitstreitern noch andere Bereiche des Ortes gezeigt und weitere Fragen beantwortete hatte, verabschiedet sich die Kommission in Richtung Domersleben.

Hier gab es keinen Rundgang im eigentlichen Sinne, sondern die Bewertungskommission und alle, die sie begleiteten, wurden von zwei alten Lanz-Bulldogs und einem Pferdegespann Platz durch die Straßen kutschiert. Einiges kam der Kommission schon bekannt vor, denn 2006 hatte Domersleben bereits schon einmal erfolgreich am Wettbewerb teilgenommen. Stationen auf der Tour waren so die Kindertagesstätte, das Feuerwehrhaus, die Heimatstube, die Grundschule, eine landwirtschaftliche Halle, die vor dem Verfall gerettet wurde, das inzwischen wieder bebaute alte Fabrikgelände an der Thomas-Müntzer-Straße sowie der alte Schafstall, der heute Kulturzentrum ist.

Bürgermeister Bernd Meyer hatte zuvor im Kulturhaus einige Fakten in Sprache und Bild zum dörflichen Leben dargestellt. Erwähnt wurde Domersleben erstmal 1056, war einst Fischerdorf und sehr lange landwirtschaftlich geprägt. Heute hat das Dorf 1 160 Einwohner. Seit zehn Jahren ist diese Zahl fast konstant. Die Einwohner engagieren sich in 13 Vereinen, 60 Handwerker und Gewerbebetriebe sind im Ort ansässig.