Zwölf Stunden lang, von 8 bis 20 Uhr, konnten die Wanzleber und ihre Gäste am Mittwoch Höchstleistungen im Bördestadion erbringen. Viele nutzten die Möglichkeiten, ihr Sportabzeichen zu erlangen.

Wanzleben. " Behinderte und Freunde " – so war auch in diesem Jahr das Integrationssportfest in Wanzleben überschrieben. Nichtbehinderte und Menschen mit Handycap sollten wieder einmal Gelegenheit bekommen, gemeinsam Sport zu treiben, aktiv zu sein und sich auszutauschen. " Das ist unser Beitrag zum Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen ", erklärte die Bürgermeisterin der Stadt Wanzleben, Petra Hort, in ihrer Begrüßung. Gleichzeitig galt ihr Dank den Organisatoren des Breitensportaktionstages – dem Kreissportbund, der Sportjugend Börde, der Stadt Wanzleben, dem Paritätischen und dem Gesundheits- und Behindertensportverband.

Schon in den Morgenstunden ging es im Bördestadion sportlich zu. Jung und Alt waren aufgefordert, nach den Bedingungen des Sportabzeichens Leistungen zu zeigen. So war es zunächst vor allem der nachwuchs, der sein Können in Disziplinen wie Sprint, Weitsprung oder Schlagballweitwurf zeigte. Auch Schwimmen stand auf dem Programm, diese Disziplin konnten die Teilnehmer im benachbarten Spaßbad absolvieren. Was es bringt, wenn man Bestleistungen zeigt, erfuhren die Kinder und ihre Lehrer bereits vor den einzelnen sportlichen Wettbewerben. Torsten Winkelmann und Hartmut Baethge vom Kreissportbund sowie Ute Kanngießer von der Barmer nahmen die Auszeichnungen der Schulen vor, die im vergangenen Jahr erfolgreich am Sportabzeichen-Wettbewerb teilgenommen hatten. Sowohl die Wanzleber Grundschule " An der Burg ", die örtliche Sekundarschule als auch das Börde-Gymnasium konnten sich über Urkunden und einen Geldbetrag für neue Sport- und Spielgeräte freuen.

Aber nicht nur die Schüler, sondern auch Sportler anderer Altersklassen, die beispielsweise in Vereinen aktiv sind, konnten ihr Sportabzeichen ablegen. Schon im Vorfeld hatten die Veranstalter einen kleinen Anreiz geschaffen und einen Wettbewerb ausgeschrieben, bei dem es einen Wanderpokal zu gewinnen gab. Gesucht war der Verein, der die meisten erwachsenen Mitglieder zur Teilnahme am Integrationssportfest motivieren konnte. Den Pokal nahm die SG Grün-Weiß Hohendodeleben mit nach Hause, die mit insgesamt 16 erwachsenen Teilnehmern angereist waren. Zusätzlich konnten sie sich über einen Wertgutschein freuen.

Die Vereine waren es aber auch, die sich besonders von dem Wettbewerb " Sterne des Sports ", für den Matthias Kanther von der Volksbank Börde-Bernburg im Rahmen des Sportfestes den Startschuss gab, angesprochen fühlen sollten. Dabei werden Vereine ausgezeichnet, die auch Aktivitäten außerhalb sportlicher Höchstleistungen fördern. Das kann im Bereich des Familiensports ebenso sein wie beim Seniorensport oder bei der Kinder- und Jugendarbeit. Mit bestem Beispiel gehen dabei der Domersleber Sportverein, der im vergangenen Jahr einen bronzenen " Stern des Sports " auf lokaler Ebene für sein Projekt " Sportkinder " erreichte. Im Jahr zuvor war der BSV Wanzleben erfolgreich, der sogar einen silbernen Stern auf Landesebene errang. Bis zum 30. Juni können die kurz beschriebenen Projekte bei der Volksbank Börde-Bernburg eingereicht werden. Unterlagen gibt es in den Geschäftsstellen oder im Internet unter www.vbb.info.