Mit Sachspenden unterstützt die Oschersleber Kindertagesstätte " St. Franziskus " ein Kinderhaus in Berlin. Dort arbeitet Schwester Monika Hesse, die 2006 für ihr soziales Engagement das Bundesverdienstkreuz verliehen bekam.

Oschersleben. Bereits 2008 sammelten die Knirpse aus der katholischen Kindertagesstätte " St. Franziskus " Oschersleben eine ganze Wagenladung Spielzeug und weitere Sachspenden für das Kinderhaus " Sonnenblume " in Berlin und schickten die komplette Fuhre in die soziale Einrichtung für in Not geratenen Mütter mit Kindern.

Ingrid Herbert, Leiterin der Oschersleber Kindertagesstätte, begleitete den Transport und sah sich zum ersten Mal im Berliner Kinderhaus um. " Ich war zutiefst erschüttert ", berichtete sie und freute sich aber umso mehr, dass die zahlreichen Spenden aus Oschersleben genau an die richtige Stelle trafen. Verzweifelte und Rat suchende schwangere Frauen und Jugendliche sowie junge Muttis mit Kindern finden in der Berliner Einrichtung Betreuung, Fürsorge und einen neuen Start in die Selbständigkeit.

Schwester Monika Hesse, die in den 70 er Jahren als Ordensschwester im Kardinal-Jaeger-Haus Oschersleben tätig war, kümmert sich in der Hauptstadt um die Frauen und Kinder und versucht, größtmögliche Hilfe zu geben. Für ihr soziales Engagement erhielt sie 2006 das Bundesverdienstkreuz.

Auch 2009 riefen die Mädchen und Jungen aus der Kindereinrichtung und des Hortbereiches sowie das gesamte Betreuerteam zu Spenden für das Kinderhaus auf, organisierten einen Spielzeugbasar und brachten mit ihren Eltern täglich vollgepackte Kartons, Beutel und Säcke mit. So wechselten Plüschtiere, Spielzeug aller Art, Kinderbekleidung, Wickeltische, Bettchen und Kinderwagen in Windeseile ihre Besitzer und türmten sich zunehmend in den Räumlichkeiten auf.

" Hoffentlich kriegen wir alles in das Fahrzeug ", freute sich Schwester Monika, die kürzlich aus Berlin anreiste und persönlich mit einem großen Dankeschön alle Spenden in Empfang nahm. " Wir brauchen alles, denn unser Kinderhaus platzte aus allen Nähten, so dass wir anbauen mussten ", erklärte sie. In zehn Zimmern werden schwangere Frauen und Kinder aufgenommen, wobei auch noch eine ambulante Betreuung von Bedürftigen gewährleistet wird. Wie Schwester Monika berichtete, würden zunehmend auch größere Kinder betreut, die in die Einrichtung kommen.