Der Gieseckeweg, eine neue alte Straße die durch das künftige Wohngebiet " Alte Zuckerfabrik " führt, ist gestern offziell durch den Erschließungsträger an die Kommune Klein Wanzleben übergeben worden. Auf rund 11 000 Quadratmetern Grundf äche sollen 20 Einfamilienhausgrundstücke entstehen. 19 sind noch verfügbar. Ein Klein Wanzleber hat bereits mit den Bauarbeiten begonnen.

Klein Wanzleben. Nach den langen Abrissarbeiten der alten Gebäude auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik sind nun die Vorbereitungen für das neue Wohngebiet abgeschlossen. Die Flächen sind eingeebnet – mit Elektro-, Telefon-, Wasser- und Abwasseranschlüssen erschlossen und somit für neue Häuslebauer " bezugsfertig ". Mitten hindurch führt eine neue Straße in historischer Kopfsteinpf aster-Optik. Das Gebiet mit der neuen Straße soll das Ober- und Unterdorf besser miteinander verbinden. " Bei der Auswahl des Pf asters haben wir uns nach den alten Vorgaben gerichtet. Auch der Straßenverlauf ist der gleiche geblieben ", erklärt Jörg Egert von der Nordzucker AG, zuständig für Immobilien. Die fertige Straße samt Beleuchtung hat er gestern bei der Bauabnahme des Baugebietes der Kommune Klein Wanzleben übergeben, die hierfür nun die Trägerschaft übernimmt.

Der Grundstein für die " alte " Zuckerfabrik war übrigens hier bereits vor rund 150 Jahren gelegt worden. Nicht nur mit dem Straßennamen " Gieseckeweg " will Klein Wanzleben an einen der Gründungsväter der Zuckerfabrik erinnern. Auch die " Giesecksche Villa " blieb dem Zuckerdorf als Erbe erhalten. " Dafür und für ein ebenfalls erhaltenes Verwaltungsgebäude suchen wir noch Investoren ", erklärt der zuständige Immobilien-Manager der Nordzucker AG. Gerade die 120 Jahre alte Villa sei etwas für Liebhaber. Sie steht unter Denkmalschutz und müsste entsprechend saniert werden. Überhaupt habe auch der Landesdenkmalschutz die Bauarbeiten an der neuen Straße begleitet, fügt Diplom-Ingenieur Manfred Aris, vom Wanzleber ALW-Planungsbüro, hinzu. Klein Wanzlebens Bürgermeister Horst Flügel lobte das Engagement der Nordzucker AG und ist froh, dass der Schandfeck des leer stehenden Fabrikgeländes endlich verschwunden ist. Seit dem Neubau der Fabrik vor den Toren des Zuckerdorfes Anfang der 90 er Jahre lag das Gelände brach. " Wir haben hier tausende Tonnen Schutt herausgeholt. Das ganze Gelände war durchzogen von Gängen und Gewölben ", erklärt Aris. Nun ist alles eingeebnet und die 660 bis 1200 Quadratmeter großen Flurgrundstücke warten auf neue Eigentümer. 19 Flächen seien noch verfügbar.