Oschersleben. " Vor einem Jahr habe ich gedacht : Beste Abiturientin, das wär ‘ schon was Tolles ", sagte Maria Staufenbiel beim festlichen Empfang vom Förderverein am Gymnasium Oschersleben. Und tatsächlich hat die heute 19-J ährige mit einem Durchschnitt von 1, 5 diesen Titel für das Schuljahr 2008 ergattert.

Schulleiter Dr. Bernd Malkowski hielt die Laudatio. " Wir danken Dir für Deine Welt, die Du uns gezeigt hast, wenn Dein Klavierspiel erklang, wenn wir Dich denken, wenn wir Dich singen hörten ", sagte er auch mit Blick auf das Schuljahresmotto 2008 " Ich sehe die Welt anders ".

Besonders beeindruckt zeigte sich Malkowski von einer großen Offenheit und Aufrichtigkeit, die Maria nach seinen Worten besonders auszeichnet. " Solche Menschen sind ein Segen für uns. Maria war ein Segen für unseren Jahrgang, für uns und für mich ", sagte er vor ungefähr 60 Gästen. Gekommen waren Eltern, Mitglieder des Fördervereins, Schüler und Lehrer.

Auch Marias Eltern waren in das Foyer des Schulhauses in die Lindenstraße gekommen. Sie zeigten sich stolz. " Für mich war es eine richtige Überraschung, als der Brief kam ", sagte ihr Vater Peter Staufenbiel erfreut. Gemeint ist der Brief, aus dem Maria im vergangenen Jahr ihr Abiturergebnis erfuhr und dass sie am besten abgeschlossen hatte. Das hätte auch sie selbst nicht gedacht. " Bei den Dreien, die ich dafür in Frage kommen sah, war ich nicht dabei ", sagte sie schmunzelnd. Bei allen Lehrern und beim Förderverein bedankte sie sich für die Auszeichnung.

Der Förderverein lobt jedes Jahr den Titel der besten Abiturientin aus, schenkt eine Uhr, eine Urkunde und organisiert den festlichen Empfang. Maria : " Ich bin hier gern Schülerin gewesen. Ich habe gern mit Frau Fuchs philologische Akribie geübt, mit Herrn Dr. Malkowski philosophiert, mit Frau Hustedt über aktuelle Themen diskutiert. " Auch auf ihre Zeit mit dem Schulchor will sie immer gern zurückblicken.

Maria Staufenbiel ist inzwischen nach Berlin gezogen, studiert an der Humboldt-Universität einen Kombinations-Studiengang aus Bibliotheks- und Informationswissenschaft sowie Deutscher Literatur. Sie wird mit einem Bachelor abschließen. " Das waren mal die Ergebnisse in einem Berufsf ndungstest ", erzählt sie von der Studienauswahl.

Außerdem hat sie ein Praktikum in der Bibliothek gemacht, um ganz sicher zu sein, dass es ihr gefällt. Dann hat sie im vergangenen Jahr, kurz vor der mündlichen Prüfung, die Bewerbung losgeschickt und es hat geklappt. In Berlin wohnt sie nun in einem Studentenwohnheim. " Ich komme aber fast jedes Wochenende nach Oschersleben ", berichtet sie. Und wo soll es beruf ich dann genau hingehen ? Maria lächelnd : " Jetzt erstmal sehen, was kommt ... "