Domersleben. Marlies Thiele gilt in Domersleben und Umgebung bereits als " Kräuterfee ", denn die Naturheilpflanzen sind schon seit längerer Zeit mehr als nur ihr " Steckenpferd ".

Seit dem 1. September 2007 hat sie aus ihrer Kräuterleidenschaft heraus sogar ein Gewerbe für den landwirtschaftlichen Nebenerwerb angemeldet. Auf ihrem kleinen Feld hinter dem eigenen Grundstück baut die Domersleberin rund 20 verschiedene Sorten Kräuter an. Die restlichen Pflanzen pflückt sie in der freien Natur. " Dort wächst der Weißdorn zum Beispiel am besten ", sagt sie. Das gelte auch für zahlreiche andere Kräuter. Zurzeit hat sich die 54 Jahre alte Mutter von zwei Söhnen sogar für eine Kräuter-Spezialschule in Teltow angemeldet und will sich dort zur " Staatlich anerkannten Kräuterpädagogin " ausbilden lassen. Somit könnte sie dann nach erfolgreicher Prüfung in etwa einem Jahr ihre dort erlangten neuen Kenntnisse über die Kräuter hier an Interessierte weitervermitteln.

Doch zurzeit ist Hochsaison auf ihrem etwa 0, 3 Hektar großen Kräuter- " Anbaugebiet ". So gehört für die 54-Jährige zum Einpflanzen in das Kräuterbeet auch unbedingt Johanniskraut dazu. Marlies Thiele gewinnt daraus Öl und Tee. " Nur im Sommer sollte man Johanniskraut aufgebrüht als Tee meiden, da es eine lichtempf ndliche Wirkung haben kann ", sagt sie.

Mit ihrem " Kräuterhobby " habe sie noch eine Menge vor. So würde sie gerne noch auf ihrem Hof einen zusätzlichen Raum als Laden herrichten und Kräuterführungen, wie sie in Ummendorf im Museum angeboten werden, anbieten. Im Juni, wenn der Lavendel blüht, wolle sie auch Kräuterexkursionen rund um Domersleben und ein Hoffest organisieren. Ein genauer Termin stehe aber noch nicht fest, sagte sie.