Zum letzten Mal als eigenständige Gemeinde hat Schermcke einen Haushalt beschlossen. Der Ort wird bekanntlich mit dem 1. Juli 2009 ein Ortsteil von Oschersleben, das Haushaltsjahr jedoch endet erst am 31. Dezember 2009.

Schermcke. Die Gemeinde Schermcke hat nicht ganz einfache Haushaltsjahre hinter sich gebracht, es gab Jahre, da konnte gar nicht investiert werden. Doch die erzwungene Sparsamkeit hat sich ausgezahlt. Schon im vergangenen Jahr konnte erstmals wieder in einen Straßenbau investiert werden und mit dem am Donnerstagabend beschlossenen Haushalt für das Jahr 2009 liegt ein doch recht umfangreiches Investitionsprogramm vor. Ob es allerdings in allen Punkten realisiert werden kann, steht auf einem anderen Blatt Papier. Denn schließlich muss der Haushalt, der zum zweiten Mal als doppischer Haushalt erarbeitet wurde, von der Kommunalaufsicht genehmigt werden. Und an dieser Stelle muss schon mal ein Fragezeichen gesetzt werden. Unterm Strich steht unter dem Schermcker Haushalt nämlich ein Defzit von 51 300 Euro. Dem könnte allerdings entgegengesetzt werden, dass dieses Defizit vor allem aus den Abschreibungen, die bei 90 000 Euro liegen, entstanden. Es bleibt abzuwarten, wie die Kommunalaufsicht entscheidet. Möglicherweise muss ein Konsolidierungskonzept erarbeitet werden. Hier stellt sich die Frage, welchen Sinn das haben sollte, schließlich endet auch Schermckes finanzielle Selbständigkeit mit dem 31. Dezember dieses Jahres. " Unser Problem in Schermcke ist zudem die Tatsache, dass die Ertragsseite schwer zu planen ist. Die Gewerbesteuereinnahmen schwanken jährlich doch erheblich ", erklärte Kämmerer Peter Staufenbiel.

Zum Investitionsprogramm für das laufende Jahr und kommende Jahre gehören Maßnahmen im Straßenbau und nicht unerhebliche Maßnahmen in Sachen Feuerwehr. So sind 150 000 Euro für den Neubau zweier Garagen für die Feuerwehr eingestellt. Ein Fördermittelantrag an das Land liegt vor, allerdings bislang ohne Bescheid. 2010 sollen noch einmal 80 000 Euro für die Erweiterung des Feuerwehrgrätehauses aufgebracht werden. Für das nächste Jahr sieht der Finanzplan zudem die Anschaffung eines neuen Einsatzfahrzeuges vor, Kostenpunkt 180 000 Euro. In Sachen Straßenbau soll 2009 der Ausbau des Oschersleber Weges starten. Für den ersten Bauabschnitt sind 250 000 Euro eingeplant, 2010 sollen noch einmal 270 000 Euro folgen. Für dieses Bauvorhaben wurden ebenso Fördermittelanträge gestellt.

Für 35 000 Euro soll das Auslaufbauwerk am Bauernteich in diesem Jahr saniert werden.

Mit 752 000 Euro ist der Gesamtbedarf an Aufwendungen im Schermcker Haushalt nicht unerheblich. Nun bleibt zu hoffen, dass auch alle Vorhaben realisiert werden können.