Wanzleben ( skr ). " Ich suche nicht, ich fnde " – unter diesem Motto von Pablo Picasso eröffneten die Schüler der Sekundarschule Wanzleben ihre nunmehr zweite Kunstausstellung in den Räumen der Wanzleber Bibliothek, die hier noch bis Ende Mai zu sehen sein wird.

Unter dem Titel " Gefunden " werden aktuelle Kunstwerke der Klassen 5 bis 10 aber auch vergangener, eben wieder gefundene Kunst älterer Jahrgänge, gezeigt, informiert Caroline Albrecht. " Dem Besucher kann gar nicht langweilig werden. Reicht die Palette der ausgestellten Kunstwerke doch von farbenfrohen und verspielten Gemälden im Stile Joan Miros, über die selbst erdachte Traumwelt der Drahtbäume, bis hin zu fligranen Glasmosaiken, die von der Frühlingssonne in warmes Licht getaucht werden. "

So vielfältig die Ausstellung ist, so abwechslungsreich war auch die Eröffnung. Die Schülerin Jill-Vivien Kiehlhöfer stimmte die Gäste gemeinsam mit Sandra Meinecke und Karin Mußmann, Leiterin der AG Musik, mit leisen Flötentönen in die Feierlichkeiten ein.

Passend zum sonnigen Wetter erzählte Jessica Müller aus der 5. Klasse in Ludwig Uhlands Gedicht vom " Frühlingsglauben ". Japanische Gedichte, so genannte " Haiku " der Schülerinnen Melanie Koch, Ivonne Schmidt und Gina Schade rundeten die Vielfalt der ausgestellten Kunstwerke ab und entführten in die Welt fremdländischer Kunstformen.

Anschließend schwärmten die Gäste aus und ließen sich von der Kunst der Jugendlichen mitreißen. " Das hier könnte in einem Kinderbuch auftauchen ", sagte Karin Mußmann mit begeistertem Blick auf ein Katzenbildnis im Stile Joan Miros. Auch Lehrerin Karina Morzek betonte, dass Schüler solche Wertschätzung ihrer Arbeiten " eigentlich noch viel öfter erleben müssten " und erleben sollten, " wie daraus Stärke erwächst. "

Dank galt auch den Schülern Marvin Röhrich und Andy Neumann, die maßgeblich zur Ausgestaltung beigetragen haben, Melanie Koch, die das rätselhafte Plakat zur Ausstellung gezeichnet hatte und natürlich Kunstlehrerin Regine Albrecht, die gemeinsam mit den Schülern diese Ausstellung möglich gemacht hatte. " Das ist Wahnsinn, wie alle zu Hochform aufgelaufen sind ", so die Leiterin der Kunstklassen und des Wahlpf ichtfaches Kultur und Künste. In ihrer Rede unterstrich sie noch einmal ihr Anliegen, ihren Schülern immer wieder zeigen zu wollen, wie viel Kreativität in ihnen steckt : " Das müssen sie sich bewahren und nur Mut haben, diese Kreativität in irgendeiner Weise darzustellen. "