Landkreis Börde. " Die Grippesaison 2008 / 2009 scheint vorbei zu sein ", erklärt Dr. Dagmar Heinzmann, stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamtes, beim Blick in die Meldestatistik. Danach haben die Ärzte im Landkreis seit Mitte März keine Neuerkrankungen mehr festgestellt.

So wird es Zeit, Bilanz zu ziehen und die Saison einzuschätzen. Dagmar Heinzmann : " Wir hatten mehr Fälle als im letzten Jahr. Bis heute hat es 137 gemeldete Erkrankungen gegeben, in der letzten Saison waren es 35. "

Allerdings sei die Saison 2007 / 2008 im Vergleich zu anderen Beobachtungszeiträumen " sehr moderat " gewesen, betont die Ärztin und ergänzt : " Üblich sind Zahlen irgendwo dazwischen. " Warum sich nun deutlich mehr Menschen als in der vergangenen Saison mit dem Influenza-Virus angesteckt haben, dafür gebe es laut Heinzmann keine konkreten Erklärungen. " Es gibt immer wieder mehr oder weniger starke Schwankungen ", erläutert sie.

" Kinder sind weniger häufig geimpft "

Laut der Amtsärztin waren in dieser Saison besonders viele Kinder im Alter zwischen 1 und 14 Jahren an Grippe erkrankt. Dagmar Heinzmann erläutert, warum Kinder generell stärker gefährdet sind : " Im Vergleich zu Erwachsenen sind sie weniger häufig geimpft. Außerdem haben sie meist engen Kontakt mit anderen Kindern. Dadurch kann der Erreger schnell ausgetauscht werden. "

Enger räumlicher Kontakt war auch der Hauptgrund dafür, berichtet Heinzmann, dass 35 Bewohner eines Altenheims an Grippe erkrankten.

Auch wenn das Inf uenza-Virus im Landkreis scheinbar nicht mehr aktiv ist, rät die Ärztin zur Vorsicht. " Es ist immer wichtig, sich dem Wetter entsprechend anzuziehen ", betont sie und erklärt : " Gerade bei Temperaturschwankungen kann man sich leicht eine Erkältung einfangen. " Deshalb empfiehlt die Ärztin, sich " zwiebelschalenartig " zu kleiden. Je nach Temperatur und Witterung können Kleidungsstücke dann an- und ausgezogen werden.