Die Polizei hat zu den " Phantombohrern ", die mit einer speziellen Methode Terrassentüren aufbohren und sich so Zutritt zu Einfamilienhäusern verschaffen, noch keine heiße Spur. Die Täter hatten in der Nacht zum 6. März in Domersleben nur knapp entkommen können, nachdem ein Einfamilienhausbesitzer die Einbrecher bemerkt und die Polizei alarmiert hatte. Er sah zwei dunkle Gestalten f üchten. Nach der Einbruchserie rücken nun auch die Kripoberater an. Sie kommen mit dem Präventionsmobil der Polizei.

Domersleben. Die Einbruchserie der so genannten " Phantombohrer " beunruhigt derzeit die Domersleber. Vier Einfamilienhäuser sind in den vergangenen Wochen bereits Ziel der Ganoven geworden. Allein drei Häuser wurden in der Nacht zum 6. März jeweils über die aufgebohrte Terrassentür im Wohngebiet Hinter der Bauerwand von den Tätern aufgesucht. Ein Einfamilienhaus im benachbarten Hohendodeleben hatten die Einbrecher in derselben Nacht mit der Bohrer-Methode aufgebrochen. Bereits in der Nacht zum Freitag, 27. Februar, hatten die Täter in Domersleben zugeschlagen und ein Einfamilienhaus durchstöbert.

Bisher ist nach den Beobachtungen des Zeugen nur bekannt, dass es sich um mindestens zwei Täter handelt. Sie bohren in den meisten Fällen die Terrassentür auf und verschaffen sich so Zutritt zum Haus. Anschließend werden die Räume durchwühlt und Wertgegenstände bzw. Geld entwendet. In einem Fall in Domersleben stahlen die Täter fünf Spardosen sowie eine Handtasche.

Die Einbrecherbande agiert nicht nur in den Vororten des Großraumes Magdeburg. Auch in der Landeshauptstadt gab es in den vergangenen Jahren verstärkt Einbrüche mit dieser Methode. In einem Fall war sogar der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt in dessen Privathaus betroffen. Trotz Sicherheitsanlage gelang es dem Täter über Nacht bei Anwesenheit der Familie unbemerkt einzudringen und das Portemonnaie von Lutz Trümper aus einer Tasche zu stehlen. Erst am nächsten Morgen bemerkte das prominente Opfer die aufgebohrte Terrassentür.

Die Polizei will nun kein Mittel unversucht lassen und rückt am nächsten Dienstag, 17. März, mit dem Präventionsbus nach Domersleben an. Die Mitarbeiter des Revieres und des Landeskriminalamtes stehen hier für Auskünfte von 15 bis 19 Uhr vor dem Kulturzentrum Schafstall bereit. Fachberater für technische Sicherheit im Polizeirevier " Börde ", Klaus-Dieter Würdig : " Wir beraten vor Ort und werden uns auch im Einzelfall die Begebenheiten vor Ort ansehen können. An der einen oder anderen Stelle kann man bestimmt noch etwas für die Sicherheit der Bewohner tun. " Auch Bürgermeister Bernd Meyer kündigte an, bei dem Beratungstermin mit dabei zu sein. " Mich würde zum Beispiel interessieren, ob statistisch gesehen ein Zusammenhang zwischen schlechter Straßen- oder Gehwegbeleuchtung und solchen Einbrüchen besteht ", sagte er.

Kostenlose Beratungen gibt die Polizei auch unter Telefon ( 03904 ) 478-0.