Alikendorf. Das diesjährige Alikendorfer Schützenfest, das 16. seit Gründung des Vereins im Januar 1994, wird als "Sieben-Grad-Schützenfest" in die Geschichte eingehen. Mit Regen und Kälte hatten die Organisatoren wahrlich genug zu kämpfen. Andererseits berichtet Vereinsvorsitzender Steffen Ertmer und seine Frau Nora, dass dank der kühlen Temperaturen während des Schützenballs wesentlich mehr getanzt wurde als sonst.

Aber das Schützenfest 2010 hatte noch zwei weitere Besonderheiten: Nach Horst Thamm im Jahr 2004 wurde zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte ein Schützenkaiser gekrönt. Zu kaiserlichen Ehren kam Günther Ilse. Er hatte beim KK-Schießen auf dem Schießplatz in Hadmersleben die ruhigste Hand. Schützenkönig und Schützenkönigin sowie Volks- und Jugendkönig hingegen wurden auf der vereinseigenen Luftgewehrschießanlage ausgeschossen. Jedoch hat Steffen Ertmer angemerkt, dass "zu wenige" Teilnehmer beim Ausschießen des Jugend- und Volkskönigs zu verzeichnen waren.

Und damit wären wir bei einer weiteren Besonderheit des diesjährigen Schützenfestes. Bei den Majestäten blieben die Ehren in nur zwei Familien. Vereinschef Steffen Ertmer wurde Schützenkönig, seine Frau Nora Schützenkönigin und Tochter Linda Debora Jugendkönigin. Damit ist das Elternhaus von Steffen Ertmer, er selbst wohnt mit seiner Familie in Kloster Gröningen, das Haus mit den meisten Schützenscheiben im Ort.

Und während Vater Günther Ilse Schützenkaiser wurde, erlangte Sohn Steffen Königsehren und wurde Volkskönig. Die Tatsache, dass nur von zwei verschiedenen Standorten die Schützenkönige und der Kaiser abzuholen waren, stellte auch den Umzug mit den Gastvereinen aus Kroppenstedt, Großalsleben, Hadmersleben, Gröningen und Günthersdorf samt der musikalischen Begleitung durch den Spielmannszug Oschersleben vor einer besonderen Herausforderung, ehe doch noch eine Runde durch den Ort gedreht werden konnte.

Bilder