Altenweddingen. Schon seit einiger Zeit liegen in Geschäften und öffentlichen Einrichtungen von Altenweddingen Unterschriftenlisten aus. Altenweddinger und Bürger aus dem gesamten Sülzetal können mit ihrer Unterschrift bekunden, dass sie das Ansinnen des Schulelternrates der Grundschule und des Hortes des Ortes unterstützen, zwei Räume für die Grundschule, Hort oder gar Kindertagesstätte in der einstigen Sekundarschule zu schaffen. Bekanntlich wurde die Sekundarschule im vergangenen Jahr mit Fertigstellung des Schulneubaus in Langenweddingen leergezogen.

"Wir könnten uns vorstellen, dass der jetzige Werkraum, der sich zurzeit noch im Hortgebäude befindet, in der ehemaligen Sekundarschule seinen Platz findet. Dann könnte der Hort über den gesamten "Zwischenbau" verfügen. Den zweiten Raum in der Sekundarschule könnten wir uns als Mehrzweckraum vorstellen, der von Schule, Hort und Kindergarten gleichermaßen nutzbar wäre", meint Elternvertreterin Jeanine Lier.

Diskutiert wird das Thema seitdem bekannt wurde, dass im Haushalt der Gemeinde Sülzetal 20 000 Euro für die Sanierung des Werkraumes im Hortgebäude eingestellt sind. "Wir halten es nicht für klug, den Werkraum zu sanieren. Ein Umzug in das alte Sekundarschulgebäude wäre besser. Damit wäre auch dem Hort geholfen, der über einen Raum mehr verfügen könnte. Jetzt die 20 000 Euro in den vorhandenen Hortraum zu stecken, wäre herausgeschmissenes Geld", so die Auffassung von Altenweddingens Ortsbürgermeister Jörg Methner. "Ohnehin müssen wir uns über kurz oder lang im Orts- und Gemeinderat um ein Nachnutzungskonzept für das einstige Sekundarschulgebäude kümmern. Dieses Thema wurde von Eltern wie Bürger Altenweddingens an mich herangetragen", so Methner.

Aber noch etwas brennt vor allen Dingen den Eltern von Hortkindern unter den Nägeln: Im Grunde genommen haben die Hortkinder keinen eigenen Spielplatz. Sie nutzen in erster Linie den Schulhof der Grundschule. Aber es ist eben ein Schulhof mit vorwiegend geschotterten und gepflasterten Flächen. Lediglich eine kleinere Rasenfläche mit Spiel- und Klettergerüsten befindet sich hinter der ehemaligen Sekundarschule. Dort können aber immer nur wenige Kinder auf einmal spielen. Dieser kleinen abgrenzten Rasenfläche schließt sich der ehemalige Schulhof der Sekundarschule mit einer weiteren Grünfläche an. "Nur der Zaun müsste versetzt werden und unsere Kinder könnten hier weitaus besser spielen und toben", ist sich Jeanine Lier sicher. "Wir Eltern würden auch helfen."

"Der Vorschlag der Eltern liegt dem Ortschaftsrat vor, wie werden ihn prüfen", meint Ortsbürgermeister Jörg Methner.