"Was dem ein sin Uhl, ist dem anderen sin Nachtigall" - sagt ein altes Sprichwort. Dieser Vergleich trifft derzeit auf die Straßenbauarbeiten entlang der B 81 zu. Während sich die Archäologen vor Ort freuen, dass sie "weiterbuddeln" können, werden sich die Arbeiten an der neuen Trasse verzögern.

Altenweddingen. In der Regel sitzen die Straßenbauer den Archäologen "im Nacken". Die Zeit für die Grabungen im Vorfeld einer Straßenbaumaßnahme ist begrenzt. Doch im Fall des geplanten vierspurigen Ausbaus der B 81 wurde den Archäologen noch etwas Zeit geschenkt. Während die Brückenbauarbeiten in Höhe des "Körlings" im vollen Gange sind, die Verzögerungen durch den langen Winter abgearbeitet werden, das Brückenbauwerk gar schon erkennbar ist, wird sich der Beginn der Straßenbauarbeiten definitiv verzögern. Der Zeitplan für den vierspurigen Ausbau sah einmal so aus, dass noch im zweiten Quartal mit den Streckenbauarbeiten begonnen werden sollte. Nach Ostern war die Ausschreibung beendet, wurden die Arbeiten seitens des Landesbetriebes Bau an einen Bieter vergeben. Mit der Vergabe war wiederum ein anderer Bieter nicht einverstanden. Beim Landesverwaltungsamt Halle, Vergabekammer 1, ließ das Unternehmen ein sogenanntes Nachprüfungsverfahren für die Streckenbauleistungen, die sich von der Ortsumgehung Egeln-Nord bis zur B 246 a bei Altenweddingen erstrecken, einleiten. Wann die Vergabekammer dazu eine Entscheidung trifft, ist offen.

Das Bauministerium indes zeigt sich optimistisch und rechnet mit einer kurzfristigen Entscheidung in der Sache, teilt die Pressestelle mit. Das hieße auch, dass die für das Vorhaben vorgesehenen Konjunkturpaketmittel vollständig und planmäßig baulich umgesetzt werden können.