Einen ganzen Veranstaltungsreigen hatten die Ummendorfer aufgeboten, um die Freundschaft mit der Partnergemeinde Polle (Niedersachsen) in besonderer Weise zu feiern. 20 Jahre intensiver Kontakte und regen Austauschs liegen hinter den beiden Gemeinden, viele weitere sollen folgen.

Ummendorf. Wie sagt der Volksmund? Zu jedem Topf passt ein Deckel. Treffender könnte man es wohl mit Blick auf die Beziehung Ummendorf-Polle nicht formulieren. Denn vor 20 Jahren, als sich das wiedervereinte Deutschland noch mitten im Findungsprozess befand, wurde zwischen den Aller-Auen und dem Weserbergland ein Band geknüpft, eine feste Verbindung, die mit ebenso viel Regelmäßigkeit wie auch Herzlichkeit gepflegt wird. Der Partnerschaften zwischen Städten und Gemeinden gibt es viele; nur wenige aber können sich einer Lebendigkeit rühmen, die obendrein auch das Etikett einer Ost-West-Freundschaft von Beginn an trägt.

In den Kategorien des Eisernen Vorhangs mag jedoch hier wie da längst keiner mehr denken. Die Verbundenheit gründet sich auf ein reges Vereinsleben und außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement in beiden Orten und für beide Orte. Beste Voraussetzungen freilich für Jubiläumsfeierlichkeiten, wie sie von Freitag bis Pfingstsonntag zelebriert wurden. "Es ist alles sehr gut gelaufen. Von einigen Kleinigkeiten mal abgesehen, können wir absolut zufrieden sein – vor allem natürlich auch, weil wir wieder einmal großes Wetterglück hatten", frohlockte Ummendorfs Bürgermeister Reinhard Falke. In der Tat: Donnerstag: Regen, Pfingstmontag: Regen, dazwischen: Witterung, die zumindest ein Erleben und Genießen der diversen Programmbestandteile trockenen Fußes zuließ. Dazu zählten in erster Linie der Festumzug mit 18 Schaubildern und mehr als hundert Beteiligten am Sonnabendvormittag (Fotostrecke dazu folgt), der Festakt mit Ehrungen und kulturellem Programm am Abend zuvor sowie die Thea-teraufführung der Laienspielgruppe Polle auf dem Burghof.