Dodendorf. Das Feuerwehrgerätehaus Dodendorf beschäftigt die Kameraden der hiesigen freiwilligen Feuerwehr schon seit geraumer Zeit. Den Traum vom neuen Gerätehaus haben sie längst ausgeträumt. Doch den Kopf stecken die Kamerden um Wehrleiter Jens Lohe noch lange nicht in den Sand, im Gegenteil. Hunderte Stunden haben die Männer und Frauen inzwischen geleistet, um die Bedingungen in ihrem Domizil wenigstens einigermaßen zu verbessern.

Erst in den vergangenen Woche haben die Kameraden wiederum 189 Stunden geleistet und damit die Vorarbeiten für das Aufstellen einer Doppelgarage am Gerätehaus erledigt.

Mit der Doppelgarage soll die räumliche Situation im Haus entschärft werden. In die Garagen kommen der "Bulli", der VW-Transporter, und der TS8-Anhänger. Dieser ist derzeit beim Kameraden Peter Godejohann "eingelagert", muss bei Einsätzen erst geholt werden.

In dem Teil des Gerätehauses, wo der "Bulli" steht, müssen sich die Kameraden in Windeseile für die Einsätze umziehen, doch es ist viel zu eng. Käme der "Bulli" raus, könnten sogar Spinde für die Einsatzkleidung aufgestellt werden.

"Allerdings führen wir die Diskussion um die Garagen schon zwei Jahre. Insgesamt haben wir inzwischen zehn Kostenvoranschläge der Verwaltung eingebracht. Von einst 55 000 Euro sind wir nun bei 16 000 Euro angekommen. Doch dank der Eigenleistungen unserer Kameraden liegen wir nur noch bei 6000 Euro", berichtet Jens Lohe.

Die Doppelgarage soll vor dem Gerätehaus einen Platz bekommen. Für die Stellfläche haben die Kameraden 29 Tonnen Schotter eingebracht und zuvor elf Tonnen Muttererde rausgenommen. Sträucher wurden abgeholzt und schließlich vier Tonnen Splitt eingebracht. Zu guter Letzt waren 66 Quadratmeter Pflaster zu verlegen. "Mit Baustoffen und Technik unterstützte uns der Bauhof der Gemeinde Sülzetal. Hier geht unser Dank vor allem an Gerd Laass und Lothar Stieler", berichtet Jens Lohe. Radlader und Rüttelplatte kamen von Kurt König.

Vor allem die Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung Werner Heine und Siegfried Titsch haben einen gro-ßen Anteil an der Herstellung der Stellfläche. Nach Ostern haben sie begonnen und pünktlich zum Fest der Vereine, auf dem sich auch die Feuerwehr präsentierte, am 9. Mai war alles fertig. Nun kann die Doppelgarage kommen. Doch die Sorgenfalten von Jens Lohe werden sich wohl erst endgültig glätten, wenn die Garage tatsächlich steht. "Wir haben mit dem Kostenvoransschlag für besagte Doppelgarage einen Festpreis für ein Jahr vereinbaren können, darin eingeschlossen ist der Aufbau und der Antransport. Wir haben alles getan, was wir leisten konnten, nun ist die Gemeinde am Zug", meint der Wehrleiter.

Im Haushalt der Gemeinde müssten also die 6000 Euro eingestellt werden. Doch der Haushalt für 2010 ist noch nicht beschlossen. Der Beschluss wurde Ende April von der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung genommen.

 

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