Die Acht- und Neuntklässler der Wanzleber Sekundarschule engagieren sich in der Arbeitsgruppe "Wege finden", um ihren Schulhof zu verschönern. Vor allem das Problem der fehlenden Sitzgelegenheiten wollen sie in Angriff nehmen. Mit dem Projekt bewerben sich die Jugendlichen bei der Gemeinschaftsaktion von Volksstimme und der PSD-Bank "Ideen machen Schule". Bis zu 4000 Euro winken als Unterstützung für das Sieger-Projekt. Die zehn besten und kreativsten Projekt-Ideen werden in der morgigen Ausgabe der Volksstimme preisgegeben.

Wanzleben. Dem Schulhof der Wanzleber Sekundarschule fehlt es an Sitzmöglichkeiten. Außer der großen Beton-Treppe, die aus dem Gebäude zum Hof führt, gibt es keinerlei Sitzflächen.

"Dieses Problem wollen wir mit unserer, erst im Februar gegründeten Arbeitsgruppe ,Wege finden‘, als erstes auf unserem Pausenhof in Angriff nehmen", sagt der stellvertretende Schülersprecher Lars Grützahn.

Vor allem in der langen Mittagspause falle das Sitz-Problem ins Gewicht. "Es gibt zwar bei uns begrenzt die Möglichkeit Basketball oder Tischtennis zu spielen, aber zum Lernen und Erholen in den Pausen fehlt es uns ganz einfach an Sitzplätzen", berichtet der Neuntklässler. Auch mangelt es an Spielmöglichkeiten, wie beispielsweise an einem Klettergerüst oder Hindernisparcours, für die jüngeren Schüler. Vorstellungen und Pläne, wo und wie das Problem gelöst werden könnte, gibt es bereits seitens der Arbeitsgruppe, die sich aus Schülern der 8. und 9. Klasse zusammensetzt. "Zum Beispiel könnten wir uns gut vorstellen auf bereits vorhandenen Objekten aufzubauen. Also auf die aus Stein gemauerten Baum- oder Blumenrabatten-Einfassungen neue Holzbänke zu schrauben", erklärt der Schüler. "Bis Juni 2011 soll das Problem der fehlenden Sitzplätze gelöst sein", so Lars Grützahn. Auch ein großer XXL-Sonnenschirm soll als Schattenspender für eine Art "Mini-Lern"-Sitzgruppe hinter dem erst jüngst gestalteten Schulgarten, aufgestellt werden, erzählt Biolehrerin Cornelia Hoffmann, die die Schüler in ihrem Vorhaben unterstützt.

"Wir haben zudem vor, einen Elternbrief aufzusetzen, um so bei unseren Eltern um tatkräftige Unterstützung zu werben. Natürlich werden auch wir Schüler uns an den Arbeiten beteiligen und kräftig mit anpacken", erklärt der stellvertretende Schülersprecher.