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Mit dem Zuschuss aus einem EU-Förderprogramm steht der Sanierung des Ampfurther Schlossturms nun nichts mehr im Weg. Spätestens im Herbst soll die ehemalige königliche Telegrafenstation Nummer 16 für Besucher wieder zugänglich sein.
Von Vivian Hömke
Ampfurth l Noch steht die ehemalige Telegrafenstation Nummer 16 im Oschersleber Ortsteil Ampfurth leer und ist für Besucher aufgrund baulicher Mängel nicht zugänglich. Sobald der Schlossturm auf dem Burggelände saniert ist, soll das jedoch ein Ende haben. Diesem Ziel ist der Förderverein "Schloss Ampfurth", der sich für den Erhalt des Turms einsetzt, mit der Zusage von Mitteln aus dem EU-Förderprogramm "Leader" ein großes Stück näher gekommen. Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Börde als Vor-Ort-Vertreter dieses Regionalentwicklungsprogramms bewilligte den Antrag.
83500 Euro der benötigten 132500 Euro für die Sanierung werden über das "Leader"-Programm fließen, die restlichen 49000 Euro von privaten Spendern, wie Ampfurths Ortsbürgermeister Achim Röttger verriet. "Die Finanzierung ist soweit abgeklärt", sagte er bei der offiziellen Übergabe des Fördermittelbescheids.
"Das Fernziel ist es, oben wieder ein Turmzimmer einzurichten."
Thomas Ulrich, Bauplaner
Bauplaner Thomas Ulrich rechnet damit, dass die Sanierung noch im Sommer beginnen kann. Bis Ende Oktober müssen die Bauarbeiten abgeschlossen sein - dann endet der Bewilligungszeitraum für die Fördermittel. "Das wird eine sportliche Aufgabe", sagte er. Mit einer ausreichenden Anzahl von Handwerkern sei sie aber zu bewältigen, denkt Ulrich. Vorher müssen jedoch noch Angebote von Baufirmen eingeholt und muss der Auftrag vergeben werden.
Erneuert werden sollen unter anderem die Balken im Ampfurther Schlossturm, der von 1833 bis 1849 als 16. Station der königlich-preußischen Telegrafenlinie von Berlin nach Koblenz (über Potsdam, Magdeburg und Köln) in Betrieb war. Der Turm war eine von insgesamt 62 Stationen auf der etwa 600 Kilometer langen Strecke, auf der Nachrichten in Form von Zahlenkombinationen übermittelt worden sind.
Zudem sollen sich die Handwerker der ausgewaschenen Fugen auf der Westseite des 27 Meter hohen Renaissance-Turms annehmen, den Erker, das Dach und die Fenster erneuern sowie die Sandsteinstufen reparieren, wie Thomas Ulrich informiert. "Das Fernziel ist es, oben wieder ein Turmzimmer einzurichten. Aber das erste Ziel ist, den Turm wieder begehbar zu machen", so der Bauplaner. "Momentan untersuchen wir die Substanz und detaillieren die Planung.
"Mit dem Vorhaben wird ein wichtiges Projekt der LAG umgesetzt", sagt "Leader"-Manager Wolfram Westhus. Der Turm in Ampfurth ist eine von insgesamt drei alten Stationen im Landkreis Börde. Eine weitere steht in Neuwegersleben, die dritte in Jakobsberg wurde als Attrappe wieder aufgebaut. "Damit kann der Besucher ein Stück dieser Telegrafenlinie an Originalstandorten nachvollziehen", so Westhus weiter. Und noch einen Vorteil erhofft sich der Landschaftsarchitekt: "Die Börde ist keine Tourismusregion. Mit der Telegrafenlinie können aber interessierte Gäste in die Region gelockt werden."
"Die optische Telegrafie hat eine länderübergreifende Bedeutung."
Ines Becker, Vorsitzende LAG Börde
Die Sanierung der Telegrafenstation ist Teil der "Leader"-Maßnahmen zur Erhaltung ortsbildprägender historischer Bausubstanz. In den vergangenen vier Jahren wurden 25 Projekte mit einer Fördersumme von insgesamt rund 1,3 Millionen Euro bewilligt. So wurden im Raum Oschersleben beispielsweise auch das Schiff der Hornhäuser Kirche St. Stephani sowie die Kirche in Klein Oschersleben saniert. Gut eine Million Euro stehen noch zur Verfügung, 13 Projekte befinden sich auf der Warteliste für eine Förderzusage.
"Die optische Telegrafie hat eine länderübergreifende Bedeutung", erklärt Ines Becker, LAG Börde-Vorsitzende und Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Westliche Börde, die Zusage der Mittel für die Turmsanierung. "Für die Ampfurther ist die Burganlage identitätsstiftend", findet auch Thomas Ulrich. Für ihre Burg engagieren sich inzwischen 34 Mitglieder des Fördervereins Schloss Ampfurth.
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ÖDP, Piratenpartei, Freie Wähler und andere können jetzt Geschichte schreiben, wenn diese allgemein die 5%- Hürde angehen. Während diese für das EU Parlament abgeschafft gehört, weil es bei den vielen Parteien dort nicht entscheident ist, ob da noch 5 deutsche Parteien hinzu kommen, muss die Hürde beim Bundestag und bei Landtagen reformiert werden. Denn laut dem letzten BVG- Urteil ist die Hürde ein erheblicher Eingriff in die Stimmengleichheit der Wahl, der nur bis zu 5% gerechtfertigt ist, um ein anderes hohes Gut zu schützen, die Fähigkeit zur Regierungsbildung und Entscheidungsfindung. Aber letzteres wäre auch dann gegeben, wenn unterhalb der 5% alle Personen beratend in den Bundestag und die Landtage einziehen mit allen Rechten eines Abgeordneten, außer dem Stimmrecht bei einfachen Gesetzen. Und deshalb müsste diese Reform einklagbar sein! Damit können die Abgeordneten von Parteien, die die 5% nicht schaffen Reden halten, Fragen stellen, in Ausschüssen mitarbeiten, das einbringen von Anträgen anregen und mit unterstützen. Das Hauptgegenargument ist, dass ohne Stimmrecht für einfache Gesetze (bei Verfassungsfragen sollten alle Stimmrecht haben, damit die 2/3- Mehrheit nicht verfälscht wird) ja schlechter gestellt wären, als dienormalen Abgeordneten. Aber wen diese eigentlich gewählten Politiker ganz ausgeschlossen sind, sind die noch schlechter gestellt. Und solange eine Koalition zusammenhält, hat eine Opposition, die dauernd überstimmt wird, auch nichts von ihrem Stimmrecht. Und die Reden der ÖDP, Tierschutzpartei, Familienpartei, Piratenpartei, Freien Wähler, der AfD und zum Teil der Linken, der FDP und der Grünen würden viele Debatten bereichern.
Nun ist die Bibel aber ein geschichtlich ungenaues Buch. Das im neuen Testament, wenn es denn stimmt, Pädophile als Synonym für Homosexuelle verwendet wird, wird wohl eher an den Vorurteilen der Christen gelegen haben. Den Untergang des griechischen- und römischen Reiches an der Etablierung von Homosexualität festzumachen, ist jedoch mehr als lächerlich.