Blankenburg. Sirenenalarm rief gestern kurz vor 11.30 Uhr Feuerwehrleute aus Blankenburg, dem Ortsteil Cattenstedt sowie aus Westerhausen zu einem Einsatz auf der B 6n. 100 Meter vor der Abfahrt Blankenburg Ost war aus Richtung Quedlinburg kommend ein Getreidetransporter in Brand geraten. Der Fahrer handelte umsichtig und konnte dadurch Schlimmeres verhindern.

Wie Blankenburgs Feuerwehrchef Werner Greif als Einsatzleiter berichtete, ereilte den Sattelschlepper eine "Knallpanne" auf einem der hinteren Räder des Aufliegers. In kürzester Zeit entzündete sich der defekte Reifen und zog auch die Druckluftleitung für die Bremsen in Mitleidenschaft, was eine Vollbremsung auslöste. Der Fahrer tat das Richtige, stoppte, koppelte die Zugmaschine ab und fuhr mehrere Meter vom Brandort weg.

Durch den brennenden Reifen wurde allerdings auch die Aluminiumwanne des Aufliegers beschädigt, so dass etwa ein Viertel der 23 Tonnen schweren Ladung (Raps für einen Mühlenbetrieb) auf die Fahrbahn rann. Der Feuerwehreinsatz und die anschließenden Aufräumarbeiten erforderten eine etwa 90-minütige Vollsperrung der Richtungsfahrbahn der Bundesstraße. Die meisten Autofahrer wurden aber vom Rückstau verschont, weil sie an der Abfahrt Westerhausen/Thale die Schnellstraße verlassen konnten.

Insgesamt waren 24 Kameraden der freiwilligen Feuerwehren im Einsatz. Ebenfalls vor Ort waren mehrere Polizeibeamte und Mitarbeiter der zuständigen Straßenmeisterei. Nachdem die Gefahr gebannt sowie die Straße geräumt und gereinigt war, wurde sie wieder freigegeben. Der Havarie-Lkw wurde abgeschleppt.

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