Ilsenburg. Gestern Regen und Tauwetter, heute bis zu 20 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Und selbst morgen ist für Ilsenburg und Umgebung alles andere als Trockenheit vorhergesagt. Dabei liegt im Oberharz bekanntlich immer noch jede Menge Schnee, der sich auf unabsehbare Zeit seinen Weg über Ilse und Ecker bahnen muss.

Ilsenburgs stellvertretender Amtsleiter im Bürger- und Ordnungsamt Hans-Jürgen Bley gestern auf Nachfrage: "Wir hatten am Wochenende die Hochwasserwarnstufe 1. Diese konnte aber zwischenzeitlich wieder aufgehoben werden. Die meisten Probleme bereiteten uns während der letzten Tage aber keineswegs die Ilse, sondern eher die kleinen Bäche und immer wieder schnell verstopften Wehre in und um Ilsenburg." Das betreffe in ähnlicher Weise auch die beiden Ortsteile Darlingerode und Drübeck, fügte der Leiter des Ilsenburger Bauhofs, Michael Loewe, gestern auf Nachfrage der Harzer Volksstimme hinzu.

Inwieweit diese vorübergehende Entspannung für die zweite Wochenhälfte auch noch so gelte, scheine für alle mit dem Thema befassten in der Verwaltung außerordentlich schwer vorhersagbar.

Im Ergebnis des letzten gro-ßen Hochwassers von 2002 habe jedenfalls Ilsenburgs Freiwillige Feuerwehr in ihrem Gerätehaus seitdem einen Container mit etwa 100 Sandsäcken bereitstehen. Dort hoffe man, dass sie auch im Winter 2010/11 erneut nicht benötigt werden. Pressesprecher Wolfgang Pätz: "Aber es beruhigt ungemein, damit auf alle Eventualitäten auch jetzt wieder vorbereitet zu sein."

 

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