Wernigerode (geg) | Das für die Jahreszeit ungewöhnlich milde Wetter hat am Silvesterabend mehr Menschen als in all den Jahren zuvor veranlasst, zum Brocken zu pilgern. Bei nur wenigen Grad unter Null genossen die Wanderfreunde auf dem mit etwas Schnee bedeckten Brockenplateau eine klare Sicht.

Solch eine Fernsicht hatte sich zum Jahreswechsel vom 1141 Meter hohen Harzgipfel schon lange nicht geboten, wussten Stammgäste zu berichten. Deutlich auszumachen waren unter anderem die Städte Wernigerode, Halberstadt, Ilsenburg und Braunschweig sowie die vielen kleinen Ortschaften dazwischen.

Um Mitternacht sorgte das Aufflackern des Silvesterfeuerwerks im großen Lichtermeer für ein farbenfrohes Bild. Zu den Hunderten, die das erlebten und auf dem Höchsten im Norden auf das Jahr 2014 anstießen, zählte eine Gruppe Halberstädter (Foto).

Die Frauen und Männer wandern seit über zwei Jahrzehnten am Silvesterabend hinauf zum Brocken. Musste der Tanz um den Gipfelstein im vergangenen Jahr wegen starken Sturms ausfallen, wurde das Zeremoniell diesmal mit großer Freude vollzogen, um danach den Heimweg zurück ins Tal anzutreten.