Wernigerode. Die Silvesterfeierlichkeiten verliefen ohne größere Vorkommnisse - so fasst es Peter Hartmann von der Polizei zusammen. Die Mehrheit der Bewohner und Gäste von Wernigerode habe sich an das Feuerwerksverbot im Altstadtkern gehalten.

Am Neujahrsmorgen gegen 5.30 Uhr wurden die Beamten zu einer Schlägerei Am Schreiberteich gerufen. Zwei junge Wernigeröder (24 und 22 Jahre) seien von einer Gruppe Männer verprügelt worden, teilt die Polizei mit. Einer der Geschädigten habe sich an einem Baum erleichtert und sei daraufhin von den Männern angesprochen worden. Der Streit eskalierte schließlich in einer gewalttätigen Auseinandersetzung. Dabei wurde der 24-Jährige mit einer Flasche im Gesicht verletzt.

Darüberhinaus rückten die Polizisten mehrfach zur Unterstützung der Feuerwehr aus. Feuerwerkskörper hatten unter anderem einen Baum in der Heidebreite sowie im Veckenstedter Weg, eine Hecke in der Elise-Crola-Straße, einen Container im Walter-Grosse-Ring sowie einen Müllplatz in der Kopernikusstraße in Brand gesetzt. Bereits am Silvestertag gegen 16.15 Uhr wurden die Brandschützer in die Minslebener Straße 63 gerufen. Durch heruntergebrannte Kerzen war dort ein Weihnachtsgesteck in Flammen aufgegangen. Glücklicherweise breitete sich das Feuer nicht weiter aus, niemand wurde verletzt.

Ein "normales Silvester" erlebten die Mitarbeiter der Notaufaufnahme am Harzklinikum in Wernigerode. "Der Nachtdienst musste 25 Patienten behandeln", resümiert Kevin Gronek als pflegerischer Leiter auf Volksstimme-Nachfrage. Das seien ungefähr ein Drittel mehr Patienten als in einer gewöhnlichen Nacht. "Neben den üblichen Beschwerden behandelten wir hauptsächlich Verbrennungen, Knalltraumata und Frakturen - übliche Verletzungen in der Silvesternacht." Das größte Problem seien der Missbrauch von Alkohol und daraus resultierende Schlägereien gewesen, so Gronek. Der Großteil der Patienten konnte ambulant behandelt und dann wieder nach Hause geschickt werden. "Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in der Notaufnahme alles reibungslos und ohne größere Wartenzeiten verlief", sagt der pflegerische Leiter.

Unerwartet ruhig ging es dagegen im Kreißsaal des Klinikums zu. Am 1. Januar sei kein Baby zur Welt gekommen, informiert Schwester Ulrike Lippe. "Momentan liegen zwei Frauen in den Wehen. Aber bei beiden dauert es noch." Das Wernigeröder Neujahrsbaby lässt also noch ein bisschen auf sich warten. Das letzte Neugeborene des alten Jahres war die kleine Charlotte, die am 31. Dezember um genau 10.32 Uhr das Licht der Welt erblickte. Im Jahr 2013 wurden in Wernigerode insgesamt 656 Kinder geboren. Davon waren 345 Jungen und 311 Mädchen sowie zwölf Zwillingspaare.

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