Wernigerode l "Ich hoffe, dass es uns weiter gelingt, Wernigerode auf der Erfolgsspur zu halten." - Das wünscht sich Oberbürgermeister Peter Gaffert (parteilos) für das neue Jahr. Investitionen im Umfang von 20 Millionen Euro seien 2014 geplant. Gut angelegtes Geld, so Gaffert, das für die Entwicklung der Stadt benötigt werde. Neben Straßenbau-projekten in Wernigerode wie Nöschenröder Straße, Georgii- und Bodestraße sei geplant, die Harzblick-Grundschule zu sanieren. Unter den Zindeln entsteht in Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung eine neue Turnhalle. Ein Großteil der Summe fließt in die weitere Entwicklung Schierkes. Im kommenden Jahr sollen die Arbeiten an der Sandbrinkstraße, am Parkhaus sowie am Kindergarten abgeschlossen werden.

Voraussetzung dafür sei ein stabiler Haushalt, so Gaffert. "Wir können den Stadträten wieder einen ausgeglichenen Haushaltsplan vorlegen." Die Diskussionen in den Fachausschüssen würden im Januar beginnen - etwas verspätet wegen der Umstellung auf die Doppik-Buchführung. "Ich denke, das wird uns die ersten zwei bis drei Monate beschäftigen." Erst, wenn der Stadtrat den Haushalt beschließt, sei die Verwaltung handlungsfähig und könne investieren.

Im vergangenen Jahr hatte die Mehrheit der Stadtpolitiker zuerst gegen den Finanzplan gestimmt. Die Kritikpunkte damals: die dürftige Informationspolitik aus dem Rathaus, dauerhafte Folgekosten der geplanten Investitionen und fehlende Wirtschaftlichkeitsgutachten. Drei Wochen später war eine veränderte Fassung des Etatentwurfs beschlossen worden. Dennoch, der Stadtchef ist optimistisch. "Unser Haushalt ist gut aufgestellt, meine Mitarbeiter sind motiviert", so Gaffert.

Ein Großereignis bestimmt den Wernigeröder Veranstaltungskalender im kommenden Jahr - der Sachsen-Anhalt-Tag, der vom 18. bis zum 20. Juli in der bunten Stadt stattfindet. Vor allem die Absicherung des Festes stelle die Stadt vor große Herausforderungen. "Wir müssen 10 000 Parkplätze auf einer Fläche von 30 Hektar vorhalten." Schon jetzt freue er sich aber auf das Landesfest und einen ereignisreichen Sommer.

"Ich wünsche mir Gesundheit und Kraft für meine Arbeit."

Mit Spannung blickt der Oberbürgermeister zudem den Kommunalwahlen am 25. Mai entgegen. Die Wernigeröder entscheiden dann über einen neuen Stadtrat. Gaffert rechnet mit einem Generationswechsel in dem Gremium. "Ich hoffe, es finden sich dafür engagierte Menschen, die sich für ihre Stadt einsetzen und konstruktiv mit der Verwaltung im Rathaus arbeiten wollen." Den Stadträten obliege eine große Verantwortung. "Sie entscheiden über das Wohl einer 35 000-Einwohner-Stadt."

Für die zukünftige gemeinsame Arbeit wünsche er sich vor allem Ehrlichkeit. "Das ist die Grundvoraussetzung." Und verrät der Oberbürgermeister seine persönlichen Wünsche für das Jahr 2014? "Gesundheit", so Peter Gaffert. "Und Kraft für meine Arbeit."

Bilder