Als Maria hat die hochschwangere Nadine Albrecht im Krippenspiel der Erwachsenen in Benn-eckenstein mitgespielt (Volksstimme berichtete). Acht Tage später war das Baby wirklich da. Das Kleine heißt Magdalena, wiegt knapp 3000 Gramm und gilt als liebes Baby.

Benneckenstein l Es ist nicht so, dass die achtjährige Frederike und der vierjährige Jacob Albrecht in Benneckenstein keine lieben Kinder wären. Dennoch steht ihr neues Schwesterchen jetzt natürlich erst einmal bei Mutter Nadine (34) und Vater Christian Albrecht (35) im Mittelpunkt. Wie es sich für ein Neugeborenes gehört. Dabei konnten die Eltern gar nicht ahnen, wie sehr das Nesthäkchen schon vor der Geburt die Aufmerksamkeit auf sich ziehen würde.

Das Paar lebt seit zehn Jahren zusammen, hat sich bei einer Weiterbildung kennengelernt und arbeitet im öffentlichen Dienst in Wernigerode. In Benneckenstein in der Stadt Oberharz haben sich die jungen Leute ein Zuhause geschaffen. Sei sanierten nach und nach ein Haus ihrer Großeltern. Einen alten Fachwerkbau, das inzwischen für viele zu den Schmuckstücken im Benneckensteiner Ortsbild zählt. Nun wird es natürlich erst einmal übertroffen vom Gewusel ums Neugeborene. Denn das ist ein echtes Weihnachtskind.

Mutter Nadine gehörte mit zum Ensemble beim Benn-eckensteiner Krippenspiel in der evangelischen Kirchengemeinde St. Laurentius. Das wäre an sich nichts Besonderes, doch sie spielte nicht nur die berühmte Maria, sondern war tatsächlich schwanger. Viele bewunderten ihren Mut, mit Babykugel, wie man heute sagt, aufzutreten. Viele freuten sich auch einfach über soviel Engagement.

Denn die Aufführung eines Krippenspiels nicht mit Kindern, wie meist üblich, sondern mit Erwachsenen war in Benneckenstein schon eine Neuheit. Dem Kind, das dabei ungeboren eine Rolle "spielte", hat es jedenfalls nicht geschadet. Es kam acht Tage nach dem Krippenspiel auf die Welt. Gesund und munter, als Mädchen, 2820 Gramm schwer und das 500. Kind des Jahres in der Klinik in Quedlinburg. Dazu noch als Sonntagskind.

Die Eltern gaben der Kleinen den Namen Magdalena, was von der Geschichte um Jesu Geburt und Leben nicht so weit entfernt ist. Überhaupt ist das Krippenspiel in der Familie eigentlich jedes Jahr gang und gäbe. Töchterchen Frederike hat zum Beispiel schon zweimal mitgespielt. Mutter Nadine dieses Jahr zum ersten Mal. Ebenso wie auch die kleine Magdalena, wie man dem besonders jungen Krippenspielkind sicher später einmal erzählen wird. "Sie schläft viel, es ist ein liebes, ein ausgeglichenes Baby", sagt die Mutter.