Wernigerode (isi) l Ihr großes Ziel ist es, die Entwicklung der Harzregion in Bild und Ton zu dokumentieren. Vor sechs Jahren gründeten engagierte Hobbyfilmer den Verein Harzer Doku-Film.

"Uns geht es außerdem darum, historische Medien zu bewahren sowie Videoproduktionen von besonderen Anlässen herzustellen", informiert Vereinschef Eberhard Schubert.

Bei der jüngsten Versammlung zogen die Mitglieder Bilanz. "Unser Vereinsleben besteht im Wesentlichen aus den Blöcken ¿Workshop\', ¿Filmprojekte\' und ¿Exkursionen in harztypische Regionen und Einrichtungen\'", so Schubert. Dabei hatten die Filmer Gelegenheit, sich zum Beispiel zum Thema Archivierung weiterzubilden. Exkursionen führten die Mitglieder unter anderem in das Fernsehgerätewerk in Staßfurt sowie zum Rehberger Grabenhaus und zum "Oberharzer Wasserregal". "Dort erlebten wir eine mehrstündige Führung, die die Teilnehmer mit dem einmaligen Kunstgrabensystem des Reviers von St. Andreasberg und Clausthal-Zellerfeld bekannt machte", berichtet der Vereinsvorsitzende.

Die kulturellen Höhepunkte in Wernigerode boten dem Verein im vergangenen Jahr wieder reichlich Material für seine Doku-Filme. Während des Johannes-Brahms-Chorfestivals wurden ein argentinischer und ein vietnamesischer Chor mit der Kamera begleitet. Auch das Lampionfest sowie die Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages mit der vietnamesischen Stadt Hoi An hielten die Doku-Filmer fest.

Außerdem entstanden DVD-Produktionen wie "33 kleine Schätze des Harzes", eine Aufzeichnung des Jubiläumskonzertes "165 Jahre Wernige-röder Männerchor" sowie eine DVD mit einem Fachvortrag des Historikers Konrad Breitenborn zum 60. Jahrestag des Volksaufstandes und den Ereignissen rund um Wernigerode. "Die Produktion ist mit ihren Original-Tondokumenten eine ergänzende Beilage zum Buch von Breitenborn", so Schubert.

Im neuen Jahr bestimmen hauptsächlich der Sachsen-Anhalt-Tag sowie der 25. Jahrestag der Städtepartnerschaft zwischen Neustadt an der Weinstraße und Wernigerode das Vereinsleben.

"Hinter all den Projekten steckt eine Menge Kleinarbeit", sagt Schubert. Dies sei sicherlich einer der Gründe, warum die Mitgliederzahl seit der Gründung bei zwölf liegt.

Bei der Mitgliederversammlung wurde auch der neue Vorstand gewählt. Ihm gehören Eberhard Schubert, Bernd Rüdiger Knopp, Marga Knopp, Andreas Knoll und Helga Schubert an.