Hasselfelde l Eine Schlammschlacht wie im letzten Jahr ist auch diesmal befürchtet worden. Und plus 15 Grad als Wärmegrenze für ein Rennen dazu. Von beidem sind die rund 70 Starter und vielen Zuschauer am Wochenende beim 14 Schlittenhunderennen "Pullman City Quest" in der Westernstadt verschont worden.

Freudig jaulend gingen die kaum zu haltenden Schlittenhunde an den Start. In der Mehrzahl Sibirian Huskies, aber auch seltene Rassen wie die Samojeden und die wiederentdeckten Tschuktschenhunde aus Sibirien. Sie werden in Sachsen-Anhalt gezüchtet und bildeten eine eigene Klasse.

Sehr erfolgreich im Rennen waren diesmal die einheimischen Starter Mike Justkowiak und Michelle Weißgärber aus Benneckenstein. In der Klasse C 1 (drei bis vier Hunde) fuhr der Oberharzer auf einen hervorragenden 2. Platz unter zwölf Startern dieser Klasse. So eine gute Platzierung hat Justkowiak seit seinem ersten Start im Jahre 2004 noch nie erreicht.

"Eine gute Ausgangsposition für die weitere Meisterschaft", meinte der Benneckensteiner zur Volksstimme. Tochter Michelle Weißgärber, die erstmals mit vier Huskies startete, kam auf Anhieb auf einen ebenfalls sehr guten 5. Platz. "Da zahlt sich das gute, jetzt intensiver betriebene Training doch aus", so Justkowiak mit Dank an seine Hunde und vor allem an Leithund "Lars".

"Es war ein rundum stimmiges Rennen", resümierte Wolf-Dieter Polz, Rennleiter und Präsident des ausrichtenden Sportvereins Reinrassiger Schlittenhunde Deutschlands, das Rennen. Die 5,5 Kilometer lange Strecke um Pullman City sei zwar nass gewesen, aber immer wieder schnell abgetrocknet, wie Kontrollfahrten ergaben. Mit dem Team der Westernstadt habe es eine ausgezeichnete Zusammenarbeit gegeben. "Allein die sonst nie erreichte Zahl von über 20 Kindern beim Kinderrennen zeigt, wie beliebt die Veranstaltung mittlerweile ist", so Polz. Das 15. Rennen im nächsten Jahr sei gebongt. Wobei die Hoffnung auf Schnee, so setzte der Vereinspräsident hinzu, natürlich nie aufgegeben werde.

   

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