Wernigerode (jbs) l Der Wernigeröder Wildfisch- und Gewässerschutzverein 1985 hat während seiner Jahresmitgliederversammlung in der Hauptverwaltung des Nationalparks Harz in Wernigerode einen neuen Vorstand gewählt und das vergangene Jahr Revue passieren lassen.

Wie der Vereinsvorsitzende Otfried Wüstemann vor den Mitgliedern sagte, wird 2013 als ein erfolgreiches Jahr in die Annalen des vor 28 Jahren gegründeten Umweltvereins eingehen. "Wir konnten bereits zum achten Mal das Wernigeröder Wildfisch-Symposium ausrichten - und mit der Beseitigung der letzten vier Querbauwerke in Holtemme und Zillerbach durch die Stadt Wernigerode konnte endlich die vollständige ökologische Durchlässigkeit beider Flüsse hergestellt werden", so Wüstemann.

Damit können nun Harzer Bachforellen und andere heimische Fischarten sowohl Holtemme als auch Zillierbach vollständig durchwandern - ein Ziel, an dem der Verein seit dem Bau der ersten Fischtreppe in der Holtemme im Jahr 1996 gearbeitet hatte.

Neben diesen beiden Erfolgen beherrschten viele kleine Aktionen das Jahresprogramm. So nahmen Mitglieder am traditionellen Frühjahrsputz der Stadt sowie am Umweltmarkt teil, hielten die Fischaufstiege im Stadtgebiet in Schuss und verhinderten durch schonende Elektrobefischung im Vorfeld von Bauarbeiten in Ufernähe die unnötige Dezimierung von Fischbeständen.

Nicht erfolgreich war dagegen ein gemeinsam mit engagierten Partnern erarbeiteter Förderantrag für die Einrichtung eines Wildfisch-Erlebnispfads in Wernigerode. "Die Idee hinter dem Projekt ist aber so gut, dass der Antrag es bis in die Finalrunde schaffte", erklärte Otfried Wüstemann. "Hier werden wir im nächsten Jahr einen neuen Anlauf wagen."

Der neugewählte Vorstand, der die Vereinsarbeit in den kommenden vier Jahren leiten soll, besteht an der Spitze aus bekannten Gesichtern: Neben Otfried Wüstemann als erstem Vorsitzenden wurden auch Ulrich Eichler als zweiter Vorsitzender und Schatzmeister Dr. Eckehard Erben in ihren Ämtern bestätigt.

Dem neuen Vorstand gehören als Beisitzer weiterhin Michael Hartung, Andreas Kamper, Phillip Ritzmann und Christian Reinboth an. Für das Jahr 2014 plant der Verein unter anderem, sich mit der Fortführung der Renaturierung von Holtemme und Zillerbach zu befassen und sich darüber hinaus aktiv in die Debatten über die Umgestaltung des Bode-Ufers im Rahmen der Schierker Ortsentwicklung einzubringen.

 

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