Blankenburg l Für das desolate Gebäude an der Ecke Herzogstraße/Westerhäuser Straße - das sogenannte Forsthaus - gibt es wieder Hoffnung. Die Stadtverwaltung Blankenburg bemüht sich darum, das Haus zu erwerben. Der Stadtrat hat für den Kauf bereits grünes Licht gegeben. "Wir verhandeln derzeit mit den letzten Gläubigern", bestätigte Bürgermeister Hanns-Michael Noll auf Volksstimme-Nachfrage.

Möglich werde der Erwerb und die bauliche Sicherung des Gebäudeensembles über das Landes-Förderprogramm Soziale Stadt. Damit einher gehen auch die Pläne, es künftig für einen sozialen Zweck zu nutzen - etwa für altersgerechtes Wohnen. Laut Noll gibt es bereits drei ernstzunehmende Interessenten, die ein solches Projekt umsetzen würden. Baulich, so der Bürgermeister, würden die denkmalpflegerischen Aspekte beachtet. Ein Abriss, so Noll, käme nicht in Frage. Entsprechende Gespräche seien bereits mit der Denkmalbehörde geführt worden.

Noll sieht die Chance, über diesen Weg bürokratische Hindernisse schon im Vorfeld aus dem Weg zu räumen, um letztlich eine stadtbildprägende Ecke wiederzubeleben. "Wir beseitigen damit einen städtebaulichen Missstand, der uns schon lange unter den Nägeln brennt", so Noll. Dass es überhaupt solange gedauert hat, bis wieder Bewegung ins Thema Forsthaus gekommen ist, sieht Noll in der nicht einfach zu lösenden Grundbuchproblematik. "Zudem ist die Stadtverwaltung kein Immobilienhändler. In diesem Fall hilft uns aber das Land, hier tätig werden zu können."