Menschen, die vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden mussten, aber nicht die Hände in den Schoß legen wollen, will Detlef Rapmund bewegen, sich weiterhin zu engagieren. Dafür möchte er sogar einen eigenen Verein gründen.

Blankenburg (euh) l Der Halberstädter Detlef Rapmund möchte einen gemeinnützigen Verein gründen, der seinen Sitz in Blankenburg haben soll. Die Gemeinschaft soll aus Mitgliedern bestehen, die 55 Lebensjahre erreicht haben und sich noch zu jung fühlen, um bereits in den Ruhestand zu gehen, die arbeitslos geworden sind oder sich einfach mit ihren Ideen und ihrem Engagement einbringen möchten.

Der 59-jährige Berufsunfähigkeitsrentner, der früher als Kaufmann tätig war, hat sich bereits einige Gedanken über die Leitsätze der Vereinsgründung gemacht. Er möchte damit zur Förderung eines aktiven, selbstständigen und bewussten Lebens derer beitragen, die frühzeitig aus ihrem Berufsleben ausgeschieden sind, sich aber noch zu jung und zu aktiv fühlen, um endgültig ihr Rentnerleben anzutreten. "Wenn nicht wir, wer dann - wenn nicht jetzt, wann dann?", fragt der Halberstädter.

"Ich möchte Menschen ansprechen, die angeblich zu alt sind, um weiterhin in unserer Gesellschaft etwas zu leisten", erklärt Detlef Rapmund weiter. Sie könnten ihre Erfahrungen, das Wissen und die Fertigkeiten eines reichhaltigen Arbeitslebens nutzen, um anderen zu helfen und sich so einen Teil der wirtschaftlichen Freiheit zu bewahren. Natürlich auch, um ihre persönliche finanzielle Situation zu verbessern. "Eine Gesellschaft, die ihre Wissens- und Erfahrungsträger in den vorzeitigen Ruhestand schickt, arbeitet nur noch gegen sich selbst", ist der Halberstädter überzeugt.

Er selbst sei nur derjenige, der einen Stein ins Wasser werfe, aber sein Anliegen so weitertragen wolle. Er möchte Gleichgesinnte finden, die ihn dabei unterstützen, weil sie sich ebenfalls zu jung fühlen, schon jetzt ihre Hände in den Schoß zu legen. Wirtschaftliche Interessen verfolge der Vereinsgründer nicht.

Der gemeinnützige Verein sollte im gesamten Harzkreis und auch darüber hinaus aktiv werden. Blankenburg als Sitz wurde wegen seiner zentralen Lage ausgewählt.

Wer sich einbringen möchte, kann sich an Detlef Rapmund in 38820 Halberstadt, Seidenbeutel 5, Telefon (0 39 41) 5 04 90 58, oder per E-Mail an detlef.rapmund@hotmail.de wenden und weitere Informationen einholen.