Die sicherste Maßnahme, das Bleiproblem in den Griff zu bekommen, ist der konsequente Ersatz noch vorhandener Bleirohre durch Leitungen aus Kunststoff, Edelstahl oder Kupfer. Im Einzelfall ist es oft nicht möglich, anhand von Plänen oder Recherchen festzustellen, ob Bleiinstallationen vorhanden sind. Auch die optische Beurteilung ist schwierig, da nur Teile des häuslichen Verteilungssystems aus Blei bestehen können. Im Zweifelsfall ist eine Untersuchung des Trinkwassers hilfreich, die aber gebührenpflichtig ist.

Als Übergangslösung bis zur Sanierung ist zu raten, das Wasser zunächst ablaufen zu lassen oder für Reinigung und als Gießwasser zu nutzen und erst das nachfolgende Wasser als Lebensmittel zu verwenden.

Für die Trinkwasserhausinstallationen sind Haus- und Wohnungsbesitzer selbst verantwortlich. Ihnen obliegt die Pflicht, dafür zu sorgen, dass ausschließlich Rohrmaterialien für die Hausinstallationen verwendet werden, die keine gesundheitlichen Risiken bergen. Hinsichtlich der Hausanschlussleitungen, die vor dem 3.10.1990 fertiggestellt wurden, bestehen laut Einigungsvertrag in den neuen Bundesländern besondere Eigentumsverhältnisse. Nicht die Versorgungsunternehmen sind für die Hausanschlüsse verantwortlich, sondern die Grundstücksbesitzer.

Weitere Fragen können das Gesundheitsamt, Telefon(03941)597023772323, E-Mail hygiene@kreis-hz.de, oder die Stadtwerke beantworten.