Engagierte Bürger um Jochen Witzel wollen einen Förderverein für das Waldbad Elend gründen. Er soll das seit 1933 betriebene Bad für die Zukunft sichern. Zum Gründungstreff am 13. Februar sind Mitstreiter willkommen.

Elend l Der winterliche Schnee überm Badebecken täuscht engagierte Einwohner nicht: Wenn nicht noch diesen Winter die Weichen für einen neuen Verein gestellt werden, ist das sommerliche Baden in Elend bald passé, sagen sich etliche Bürger. Sie haben sich seit Wochen immer wieder zusammengesetzt, um einen Verein auf die Beine zu stellen, der den Betrieb des Bades übernehmen kann. Das ist nötig, weil Geldnot und Haushaltsgesetze in Sachsen-Anhalt die Stadt Oberharz dazu zwingen, solche Ausgaben zu streichen. Ein Zuschuss an Betreibervereine gilt als möglich.

Für Elends Ortsrat war die Aussicht auf Schließung ihres Bades ein Schock (Volksstimme berichtete). Gilt doch die Einrichtung seit 81 Jahren als sommerliche Attraktion. Vor allem die spektakulären Wasserkistenrennen und andere Veranstaltungen gehören zu den Höhepunkten im Jahr. Auch wird die ruhige Lage im Grünen und die Struktur samt Restaurant gelobt.

Um all das für den vom Tourismus lebenden Oberharzort zu sichern, hat sich eine Arbeitsgruppe um Jochen Witzel zusammengefunden. Darunter die Ratsmitglieder Carsten Brett, Heiner Fuchs, Ralf Gläsing, Carola August, Lars Badstübner und Lars Meißner sowie der Harzklub, vertreten durch Jörg Zimmermann. Peter und Annette Hunger stellten den Versammlungsraum, die Bürger Susann Rzehak, Christine Drieman und Uwe Langenbeck kamen hinzu.

Aus Rübeland gaben Ronald Probek und Dietmar Wiekert Hilfestellung. Sie führen einen bereits gegründeten ähnlichen Verein zur Rettung des dortigen Freibades. Ihr Verein steht kurz vor der nötigen gerichtlichen Genehmigung.

In Elend gelang es inzwischen engagierten Bürgern, eine Übernahme soweit vorzubereiten, dass der Schritt zur Vereinsgründung gegangen werden kann. Am Donnerstag, 13.Februar, sind alle Interessierten zur Gründungsversammlung um 19Uhr im Hotel "Waldmühle" willkommen.

Dann wird die Satzung vorgestellt, ist ein fünfköpfiger Vorstand zu wählen - mit Vereinschef, zwei Stellvertretern, Kassenwart, Schriftführer.

Erste Frauen und Männer sind für die Vereinsführung schon im Gespräch. Wer mitwirken möchte, kann sich bei Jochen Witzel oder Carsten Brett melden. Überhaupt sind weitere Mitstreiter, Helfer und Sponsoren für den künftigen Förderverein fürs Waldbad Elend jederzeit willkommen.