Veckenstedts Brandschützer haben im Versammlungsraum des Gerätehauses Bilanz gezogen. Diese fiel am Freitagabend positiv aus, zeigte aber auch Probleme auf.

Veckenstedt l Die Veckenstedter Feuerwehr war eine der Gefragtesten, wenn es im vergangenen Jahr um Einsätze ging. 27mal wurden sie alarmiert, so oft wie keine andere der Nordharzer Wehren.

Zum einen hängt dies mit der zentralen Lage des Ortes im Gemeindegebiet zusammen, zum anderen haben die Veckenstedter einen verlässlichen Stamm in ihrer Einsatzabteilung. Wehrleiter Andreas Bode bescheinigte seiner Mannschaft hohe Einsatzbereitschaft und die Fähigkeit, auf die vielfältigsten Anforderungen reagieren zu können. Im Vorjahr habe es bis auf einen chemischen Unfall so gut wie alles gegeben, was zum Repertoire einer Feuerwehr gehöre, so Bode. Kleine und große Brände, Ölspuren, Verkehrsunfälle, Hochwasser, Beseitigen von Windbruch und ausgebüxte Tiere - all das wurde von den Frauen und Männern gut gemeistert, schätzte der Wehrleiter ein.

Allerdings ist den Kameraden negativ aufgefallen, dass es eine Reihe Alarmierungen gab, bei denen die Brandschützer schon auf dem Anfahrtsweg zum Einsatzort wieder zurückgerufen wurden. "Das kann die Moral schon ein wenig bremsen", stellte Andreas Bode fest.

Das Hauptproblem der Veckenstedter ist jedoch hausgemacht. Die Kinder- und Jugendabteilung, die vor einem Jahr noch vier Kinder umfasste, hat sich aufgelöst. Deshalb soll nun verstärkt nach Lösungen gesucht werden. Die Kameraden nahmen dankbar ein Hilfsangebot von Tagesstätten-Leiterin Ulla Schulz an, die Hilfe anbot. Letztlich müssen die Veckenstedter dieses Nachwuchsproblem allein lösen.