Der Blankenburger Feuerwehrverein ist nach dem Rücktritt seiner Führungsriege weiter auf der Suche nach einem Vorstand. Die Neuwahl wurde vertagt. Zutage trat ein Zerwürfnis zwischen den Förderern und der Wehrleitung.

Blankenburg l Gezeichnet von Unstimmigkeiten zwischen dem Blankenburger Feuerwehrverein und der freiwilligen Feuerwehr, hat am Freitagabend die Mitgliederversammlung des erst vor sieben Jahren gegründeten Fördervereins begonnen.

Etwa die Hälfte der gegenwärtig 46Mitglieder zählenden Gemeinschaft hatte sich dazu im Rathaussaal getroffen. Das avisierte Ziel für diesen Abend war eine Neuwahl des erst kürzlich komplett zurückgetretenen Vereinsvorstandes.

Bereits der Rechenschaftsbericht des Vereinsvorsitzenden Matthias Manschke war gespickt von Vorwürfen, die zum Zerwürfnis des Vereins mit der Wehrleitung der Blankenburger Brandbekämpfer geführt hatten. Dennoch scheint das Tischtuch zwischen den beiden Führungen noch nicht ganz zerrissen zu sein, denn von Austritten - ausgenommen etliche säumige Beitragszahler im Verein - war am Abend keine Rede. Lediglich der noch amtierende Vorstand blieb bei seinem Rücktritt.

Auch über verschiedene positive Punkte konnte der Vereinschef berichten. So unter anderem die Unterstützung der Altersabteilung, Hilfe bei den Ausbildungen oder die fertiggestellte Überdachung des Freizeitbereichs auf dem Gelände des Feuerwehrgerätehauses. Mehrfach geäußerte Kritik an der Vereinsarbeit durch den Vorstand der Ortswehr wies Matthias Manschke energisch zurück. Solche Aktionen hätten zu einer zunehmenden Entfremdung zwischen Vereinsvorstand und Wehrleitung sowie letztlich zu den Rücktritten geführt.

Dieter Fischbach, ehemaliger Blankenburger Wehrleiter und Vereinsmitbegründer, zeigte sich sehr enttäuscht von der gegenwärtigen Entwicklung. "Ich bin sehr traurig darüber, dass sich beide Gremien, die sich eigentlich gegenseitig unterstützen sollten, nun so zerstritten sind. Das hatten sich die 39Kameraden bei der Vereinsgründung am 13.Oktober 2007 ganz anders vorgestellt", betonte er.

Zu einer Neuwahl kam es schließlich am Freitagabend nicht mehr. Wahlvorstandschef Wolfgang Renner hatte Einwände, da einige Kandidaten für den Vorstand wie beispielsweise Uwe Wollner und Hartmut Berge noch nicht lange genug im Verein seien. Auf Antrag von Ortswehrleiter Alexander Beck wurde daraufhin mehrheitlich die Wahlordnung geändert.

Bei der nächsten Mitgliederversammlung, die voraussichtlich in etwa sechs Wochen stattfinden wird, können dann auch Kandidaten antreten, die am Wahltag direkt "ordentliches Vereinsmitglied" sind.