Die Sozialstation der Gemeinnützigen Gesellschaft für Sozialeinrichtungen Wernigerode mbH (GSW) besteht seit 20 Jahren. Mit einer Feierstunde wurde dieses Jubiläum am Mittwoch im Sitz des Unternehmens, Salzbergstraße 6b, begangen. Als Dankeschön für die 21 Mitarbeiter, die rund um die Uhr mit großem Engagement für ihre Patienten da sind.

Wernigerode. "Eine spannende Geschichte" nannte Andreas Heinrich die Entwicklung der GSW-Sozialstation. Der Aufsichtsratschef: "Sie ist das Gesicht des Unternehmens in der Öffentlichkeit." Die Beschäftigten agieren zudem "in einem Übergangsbereich, in Phasen, wo sich Menschen verändern müssen". Ihre Tätigkeit hat sehr viel mit Wärme, Würde und Anstand zu tun, betonte Heinrich. Wernigerodes Sozialdezernent bewertete den einer großen Konkurrenz ausgesetzten ambulanten Pflegedienst zudem als "eine unglaubliche Herausforderung". Sie wird professionell und mit in den vergangenen Jahren immer stärker gewachsenem Qualitätsbewusstsein gemeistert.

Regina Wetzstein hatte zuvor vor gut 100 Gästen in den für die Feierstunde "geliehenen" Räumen der Tagespflege im Gebäude Salzbergstraße 6b die Geschichte der Sozialstation Revue passieren lassen. Laut GSW-Geschäftsführerin konnte sie am 10. Januar 1991 ihre Arbeit aufnehmen. Beim offiziellen Betriebsbeginn waren fünf bisherige Gemeindeschwestern tätig.

"Tätigkeit hat viel mit Wärme, Würde und Anstand zu tun"

Noch im selben Jahr gelang es, das Personal um eine Krankenschwester und drei Hauswirtschafterinnen zu erweitern. Besondere Verdienste in der Aufbauphase erwarben sich Regina Zombik als erste Leiterin der Einrichtung und Wernigerodes Sozialamtsleiterin Christiane Paul. Ebenso gewürdigt wurde Ingrid Suslik, die später für sieben Jahre als Chefin der Sozialstation fungierte.

Waren die Wernigeröder Gemeindeschwestern Ende 1990 per Beschluss des Stadtrates von der Kreisverwaltung übernommen worden, gab es im Dezember ein zweites Votum, die Sozialstation ab 1. Januar 1997 als Eigenbetrieb fortzuführen.

Über diesen Umweg, so Regina Wetzstein weiter, erfolgte dann vier Jahre später doch der Übergang zur GSW. Die Geschäftsführerin: "Seinerzeit mit 55 bis 65 Patienten. Heute hat sich deren Zahl fast verdreifacht."

Regina Zombik erinnerte sich in ihrer kurzen Ansprache unter anderem: "Es war damals wirklich Aufbruchstimmung." Und: "Wir waren in Wernigerode gut aufgestellt."

Seit inzwischen fast drei Jahren führt Petra Hoffmann-Bräunel die Sozialstation mit derzeit 21 Beschäftigten. Sie sichern zwölf Früh- und vier Spätdiensttouren ab. Die Leiterin: "Wir legen Wert auf eine große Transparenz." Zudem wird die Palette der Dienstleistungen von Ernährungsangeboten bis hin zum Wundmanagement stetig ausgebaut. Laut Petra Hoffmann-Bräunel sollen in diesem Jahr zusätzlich Kurse für pflegende Angehörige ausgerichtet werden.

Dass die Mitarbeiter der Sozialstation tatsächlich rund um die Uhr für das Wohl ihrer Schützlinge engagiert sind, dürfte eine kleine Geste belegen. Mit einem Sparschwein wurde während der Feierstunde um Spenden gebeten. Petra Hoffmann-Bräunel: "Für eine separate Party bei schönem Wetter draußen mit den Patienten."

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