Benneckenstein (bfa) l Für die meisten Harzer ist Weihnachten längst Geschichte, Ostern und Fastnacht liegen im Blick.

Nicht so für einige Einwohner in Benneckenstein. Denn dort ist eine Anzeige wegen vermeintlichen Baumdiebstahls erstattet und von der Polizei an die Staatsanwaltschaft übergeben worden. Der Sachverhalt: Bauhofmitarbeiter der Stadt Oberharz hatten zu Weihnachten auf einem Privatgrundstück oberhalb Benneckensteins einen Baum gefällt und zur Verschönerung des Weihnachtsfestes in der Stadt aufgestellt. Die Polizei wurde tätig. Es soll ein versehentliches Abholzen des Baumes durch die Mitarbeiter gewesen sein, hieß es. Andere sagen, das Areal sei als Privatbesitz allgemein bekannt. Der Betroffene, Frank Toepel, ein Magdeburger Unternehmer mit Besitz in Benneckenstein, will den Schaden nun ersetzt haben. Es könne nicht sein, dass sich Bauhofmitarbeiter einfach so auf Privatgrundstücken "bedienen". Der Baum sei der beste an dem Standort gewesen und sollte dort auch stehen bleiben, so Toepel. Deshalb habe er Anzeige erstattet, sei aber auch zu einer einvernehmlichen Lösung bereit, wie er der Volksstimme sagte.

Wenn die Verursacher zum Ausgleich etwas für die Allgemeinheit schaffen würden, so Toepel, würde er die Anzeige zurückziehen. Einen Vorschlag hat er auch schon: Ein Klettergerüst für Kinder, das er bereitstelle, soll aufgebaut werden.

Ortschef Hans-Herbert Schulteß (CDU), der sich für den Vorfall entschuldigt und ihn ein Versehen nennt, signalisierte die Prüfung der von Toepel vorgeschlagenen Lösung.