Wernigerode l Der Skiklub Wernigerode scheint vom Pech verfolgt. Ski- und Schlittenfahrer könnten auch bei entsprechender Witterung den Hang im Zwölfmorgental derzeit nur eingeschränkt nutzen. Denn erneut liegen gefällte Bäume quer über der Piste und machen die Ski-Abfahrt und Rodeln zu gefährlichen Abenteuern. Statt Spuren von Skiern und Schlittenkufen sind die Profile großer Reifen im Schnee zu sehen.

"Die Bäume wurden gefällt, um spätere Konflikte bei der Sanierung der Schanze zu vermeiden", teilt Andreas Meling von der Wernigeröder Stadtverwaltung mit. Für den Umbau der Schanze würde viel Platz benötigt.

Bäume dürfen zudem nur dann gefällt werden, wenn sie nicht austreiben. Jetzt würden die Stämme auf der Piste zwischengelagert. Am 10. Februar sollen sie abtransportiert werden.

Für die Ski- und Schlittenfahrer in Wernigerode dürfte der Anblick der gefällten Bäume ein Déjà-vu sein. Erst im Dezember versperrten zahlreiche Baumstämme die Piste, damals noch im oberen Teil des Hangs. Ohne Vorankündigung fanden Frintert und seine Klub-Kollegen die Stämme eines Morgens auf dem Hang vor.

Ein Blick aufs Thermometer zeigt, dass die Probleme des Skiklubs nicht bei den gefällten Bäumen aufhören. Skiklub-Vorstand Manfred Frintert klingt verzweifelt. "Die Schneehöhe reicht zum Skifahren nicht aus, und der Lift war bisher noch nicht in Betrieb", sagt er auf Volksstimme-Nachfrage.

Derzeit gebe es leichten Frost, und am vergangenen Wochenende habe es einige Menschen zum Rodeln ins Tal gezogen, so der Wernigeröder.

Voraussichtlich auch in den nächsten Wochen kein Schnee

Durch die warmen Temperaturen sei an vielen Stellen sogar etwas Gras zu sehen. Wann der Skilift in Betrieb genommen wird? "Wenn der liebe Gott uns endlich ausreichend Schnee schickt", sagt Frintert. Den Wettervorhersagen zufolge sei damit allerdings in den kommenden Wochen wohl nicht zu rechnen.

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