Ilsenburg (rar). Praktisch zeitgleich mit der Brandstiftung im "Cafe am Heizhaus" wurde am Wochenende auch in das Ilsenburger Kloster eingebrochen (wir berichteten).

Dabei versuchte der Täter zunächst, die Glastür am Eingang mit einem größeren Stein einzuwerfen. Doch während hier das bruchsichere Glas nur splitterte, war das beim zweiten Versuch im Küchenbereich nicht mehr der Fall. Dort flog der Stein quer durch den Raum bis an den Kühlschrank. Der Einbrecher hinterließ dabei eine ganze Reihe von Spuren, die von der Kriminalpolizei gesichert wurden. Die Ermittlungen dazu dauern noch an.

Der von der Klosterstiftung eingesetzte Verwaltungsleiter Bernd Minnich zeigte sich von dem Ausmaß der Gewalt ebenso entsetzt, wie der Geschäftsführer der Ilsenburger Tourismus GmbH, Frank M. Glitsch. Minnich: "Keine Frage, dass der angerichtete Sachschaden am Refektorium den aus dem aufgebrochenen Opferstock gestohlenen Betrag um ein Vielfaches übertrifft." Allerdings kann, entsprechend bisheriger Erfahrungen, lediglich geschätzt werden, wieviel Bargeld eigentlich verschwunden ist. Auf jeden Fall sollen Vorkehrungen getroffen werden, die einen solchen Diebstahl künftig unmöglich werden lassen oder zumindest maßgeblich erschweren. Dazu zähle nicht nur der weitere Einbau einbruchsicherer Fenster, sondern auch die sehr zeitnahe Installation von Kameras.

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