Das dritte Forum zum Thema "Soziale Stadt" tagte am Dienstagabend in der Regenstein-Grundschule. Einer der Schwerpunkte war die viel diskutierte BMX-Anlage.

Blankenburg. Nicht nur die Grippe, auch Zuhören kann ansteckend sein.

Diesen Eindruck hatten viele Teilnehmer des 3. Forums zur Thema "Soziale Stadt" in Blankenburg. Schwerpunkt der Beratung bildete das Thema eines Domizils für die BMX-Fahrer der Stadt. Und die hatten nicht nur wenige Minuten vor Beratungsbeginn erst von der Sitzung erfahren, sie stießen auch gleich in Stärke einer Handballmannschaft zur Runde. Es war erstaunlich, mit welcher Sachkenntnis und vor allem mit welchem Engagement die Jungs ihr Projekt in Angriff nehmen. Doch bei allem Enthusiasmus machte Forums-Moderatorin Manuela Hasenfuß darauf aufmerksam, dass 12- bis 16-Jährige noch keine Verhandlungspartner im rechtlichen Sinn darstellen. Hier liegt momentan das Hauptproblem. Helfen wollen viele, denn was die Jugendlichen initiiert haben, ist wirklich ansteckend. Doch da ihr Hobby in keiner Weise durch einen Verein oder Volljährige gestützt wird, haben es vor allem öffentliche Stellen schwer, ihre Hilfe ankommen zu lassen.

Christina Moj, die Leiterin des Derenburger Jugendclubs, erklärte sich bereit, Förderanträge für das Projekt zu schreiben. Mitarbeiter der Blankenburger Jugendpflege wollen in Wernigerode nachfragen, wie dort in der Stadtverwaltung mit dem Problem umgegangen wird. Und die Jungs selbst, die waren sofort begeistert und wollten ihre Eltern um Mithilfe bitten. Auch die Option, die bunte BMX-Truppe einem Sportverein anzugliedern, wurde in Erwägung gezogen.

Am Ende waren sich alle einig, dass erste Schritte in die richtige Richtung getan sind, und die sportlichen Pläne der Jungen gute Chancen auf Umsetzung haben. Einig waren sich aber auch alle, dass nicht von heute auf morgen eine nagelneue BMX-Anlage entstehen dürfte, sondern diese nur Schritt für Schritt aufgebaut werden kann. Mehr geben die Finanzen einfach nicht her. Und auch da hatten die cleveren Jungs schon vorgesorgt und sich um Sponsoren gekümmert. Einige sollen sogar schon Hilfe signalisiert haben.

Weitere Punkte des Forums waren die ureigensten Probleme der gastgebenden Regensteinschule, Kurzinformationen zu einer "Soziale Stadt"-Internet-Seite sowie Informationen zu aktuellen Förderprogrammen, die im Rahmen der Initiative genutzt werden können.

Beate Kretschmer, Mitarbeiterin der städtischen Bauverwaltung informierte über den aktuellen Stand im Programm "Mut zur Lücke", in der es um das Schließen von innerstädtischen Baulücken geht. So seien für die Schulstraße 11 und die Marktstraße 4/5 - beide Grundstücke sind für das Projekt vorgesehen - die Ausschreibungen an die Architekten erfolgt. In den nächsten Tagen sollten die Vorschläge der Architekten in der Verwaltung eingehen, denn bereits am 3. Februar wird das Preisgericht tagen. "Diese Veranstaltung beginnt um 14 Uhr und ist öffentlich. Alle Interessenten sind dann herzlich im Rathaus am Markt willkommen", schloss Beate Kretschmer.