Ilsenburg l Die Stadt an der Ilse ist im Olympiafieber. Seit gestern, kurz nach 17 Uhr, weht zu Ehren des Olympiateilnehmers Toni Eggert, der in Ilsenburg wohnt und in Sotschi in den Doppel-Konkurrenz der Rennrodler an den Start geht, die olympische Fahne über der Stadt. Die Idee hatte Bürgermeister Denis Loeffke (CDU).

Ursprünglich sollte sie die Passanten vom Rathaus aus grüßen. Das Gebäude ist jedoch derzeit eine Baustelle. Im Bauschutt sollte die Fahne aber nicht hängen. So sprang das Team vom "Landhaus zu den Rothen Forellen"ein. Die Fahne wurde an einem der Fahnenmasten auf dem Hotelgelände befestigt und weht nun neben dem Forellenteich.

Ilsenburg drückt die Daumen für Toni Eggert und Sascha Benecken

Zur feierlichen Zeremonie hatte sich gestern mit Jens Eggert, der Onkel von Toni Eggert, einer der Olympia-Touristen vom Bob- und Rennschlittenclub Ilsenburg, eingefunden. Die Delegation, zu der auch die Eltern von Toni Eggert, BRC-Chef Dirk Sielaff und Stadtrats-Mitglied Wilfried Obermüller (SPD) zählen, werden am Montag nach Sotschi aufbrechen, um am Mittwoch an der Bahn die Rennen von Toni Eggert und dessen Doppelpartner Sascha Benecken live zu verfolgen.

In Ilsenburg gibt es in der Kutscherstube der "Forelle" ein Public Viewing. Dieses beginnt mit dem ersten Rennen in Sotschi gegen 15 Uhr und wird bis zum Ende des zweiten und letzten Wertungslaufes der Doppelsitzer dauern.

Zum Fahnenhissen waren etwa 50 Einwohner erschienen, unter ihnen der Landtagsabgeordnete und Stadtrats-Fraktionschef André Lüderitz (Linke) und CDU-Ratsfraktionschef Karl Berke. Ganz herzlich begrüßt wurde mit Katrin Kühne auch eine ehemalige Ilsenburger Bob-Fahrerin, die zu Gast in ihrer Heimat war und sich das Ereignis nicht entgehen lassen wollte.