Blankenburg (euh). Renommierte Jazzlehrer wie Ansgar Striepens aus Köln und weitere Dozenten hatten in der vorigen Woche zu einer Werkstatt mit abschließendem Konzert in das Kloster Michaelstein und den "Schafstall" eingeladen. Der Saal war zum Konzert am Nachmittag bis auf den letzten Platz gefüllt. Zahlreiche Besucher und Teilnehmer mussten sogar stehen.

Es war bereits die 14. Werkstatt unter dem Titel "Makin‘ Jazz" mit dem Landesmusikrat Sachsen-Anhalt als Veranstalter. Früher gab es verschiedene wechselnde Orte für die Werkstatt. Seit 2006 ist Michaelstein der ständige Austragungsort für das musikalische Ereignis, das auch immer mehr Interesse der Besucher beim Abschlusskonzert findet. In diesem Jahr waren es 45 musizierende Teilnehmer, junge Leute fast ausschließlich aus Sachsen-Anhalt. Der jüngste Jazzer war gerade einmal 13 Jahre alt.

"Die jungen Musiker finden hier ihren ersten Zugang zur Jazzmusik", sagt Dietmar George, Geschäftsführer des Landesmusikrates Sachsen-Anhalt und Organisator der Jazz-Werkstatt in Michaelstein. Drei Tage werde geprobt, vom frühen Morgen bis zum späten Abend oder gar in die Nacht hinein. Nicht nur musikalische Anfänger oder Einsteiger seien dabei, auch erfahrene Teilnehmer, die noch etwas dazulernen wollen. Außerdem würden hier stets Nachwuchs-Musiker für das Jugendjazzorchester Sachsen-Anhalt gesucht und gefunden.

Die Jazz-Werkstatt in Michaelstein findet stets zum Jahresbeginn als Auswahlphase des Nachwuchses statt. Wenig später beginnt dann die Arbeitsphase des Orchesters, das sich hier zur nächsten Probe im Februar treffen wird. Höhepunkt wird ein öffentliches Jazzkonzert am 24. August sein. Das Orchester tritt dann in Konzertbesetzung mit etwa 35 Teilnehmern einschließlich Sängern und Solisten auf. Karten gibt‘s dann wie immer im "Klosterfischer", bei dessen Mitarbeitern sich die jungen Musiker für die gute Zusammenarbeit ganz herzlich bedanken.