Silstedt l Diesmal war es "Qumaira". Das Sturmtief hat am vergangenen Wochenende auch in Silstedt zugeschlagen. Zwei weitere Pappeln sind am Freitagabend am Sportplatz umgefallen. Eine hat den Maschendrahtzaun durchschlagen, die andere hat sich in den Ästen der nebenstehenden Bäume verfangen.

Zuvor waren zum Jahresende bereits zwei Bäume umgestürzt. Die Pappeln am Rand des Sportplatzes sind seit Langem marode und sollen gefällt werden. Weil sich in einem der Bäume ein Milanhorst befindet, ist eine Sondergenehmigung dazu nötig (Volksstimme berichtete).

Silstedts Bürgermeister Karl-Heinz Mänz (CDU) besichtigte am Sonntag den Schaden. Er kritisiert, dass sich seit der Begehung mit Vertretern von Stadt- und Kreisverwaltung vor gut drei Wochen offenbar nichts getan hat. "Ich habe weder das Protokoll erhalten, um das ich gebeten hatte, noch irgendeine Nachricht."

Die Stadtverwaltung hat das Fällen der Pappeln beantragt, wie Schulamtschefin Silvia Lisowski auf Volksstimme-Nachfrage mitteilt. "Ohne Genehmigung dürfen wir nichts unternehmen", sagt sie.

Ihre Mitarbeiter waren inzwischen in Silstedt, um den Schaden in Augenschein zu nehmen. Egbert Günther, Abteilungsleiter in der Unteren Naturschutzbehörde, bestätigt, dass der Antrag aus Wernigerode bei der Kreisverwaltung eingegangen ist. "Die Sache ist in Bearbeitung." Ein Ergebnis liegt derzeit noch nicht vor.

In den 1950er-Jahren wurden Sportanlagen in ganz Deutschland mit Hybridpappeln als Windschutz versehen. Mittlerweile sind diese Bäume vielerorts morsch und brüchig.